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2017-07-I Finnland - Norwegen

  • Autorenbild: fred-on-discovery
    fred-on-discovery
  • 8. Juli 2017
  • 3 Min. Lesezeit

Finnland begrüßte uns mit lustigen Ortsnamen und Temperaturen von 2 Grad und Schneeregen. Was aber sofort auffiel, war im Gegensatz zu Russland, die Sauberkeit. Hier lag kein Müll am Straßenrand und die Straßen waren wieder ohne Schlaglöcher.

Da die Wettervorhersage nichts Gutes voraussagte, entschieden wir uns, erst einmal wieder ein Stück südwärts zu fahren.

So passierten wir die finnische Seite des Polarkreises, wobei sich die Temperaturen inzwischen mehr als verdoppelt hatten.

Wir fuhren vorbei an Rovaniemi bis zum bottnischen Meerbusen nach Haparanda (SWE) an der finnischen Grenze. Dort genossen wir das etwas bessere Wetter und verbrachten viel Zeit mit Lesen.

Anschließend fuhren wir wieder nordwärts und passierten abermals den Polarkreis. Zwischendurch unternahmen wir immer wieder Wanderungen an verschiedenen Orten.

Nun ging es nach Norwegen, wobei wir zuerst die Ostfinnmark mit den verlassenen Küsten-Fischerdörfern Hamningberg und Store Molvik besuchten. Nebenbei besichtigten wir auch Vardö mit der weltweit nördlichsten Festung, die seit 1307 bestanden haben soll.

Weiter ging es zur Westfinnmark Richtung Nordkap. Der Weg um den Porsangerfjord immer an der Küste entlang ist beeindruckend.

Das Nordkap selbst ist nur ein Felsen mit der bekannten Erdkugel und einer Ausstellungshalle mit Restaurants und Bars. Der Eintritt pro Person beträgt ca. 27€. Dafür darf man sich 24 Std. dort aufhalten, das Museum und einen 15-minütigen Film über die verschieden Jahreszeiten am Nordkap anschauen.

Wir blieben über Nacht, genossen die Mitternachtssonne, wobei es eigentlich seit Sankt Petersburg nachts nicht mehr dunkel wurde. Aber inzwischen haben wir uns gut an die Helligkeit nachts gewöhnt.

Da das Nordkap nicht der nördlichste Festlandpunkt Europas ist, sind wir noch zu der nördlichsten Landspitze gewandert, die vom Nordkap aus aber zu sehen ist. Es ist nicht spektakulär, aber wenn man schon mal da ist, ...

so hatten wir 4h Wanderung bis zum richtigen Nordkap eingeplant und uns zeitlich völlig verschätzt. Es lag noch einiges an Schnee und es taute. Manchmal war der Weg unterm Schnee nicht zu sehen, manchmal stand er unter Wasser und wir mussten einen Umweg gehen. Der Boden fühlte sich ständig an als liefen wir auf nassen Schwämmen. Als ich dann auf dem nassen Fels auch noch ausrutschte und stürzte, waren wir mächtig erschrocken. Das ausgerechnet am entferntesten Punkt unserer Wanderung. Zum Glück war alles nur nass und schmutzig. Es gab einige Schürfwunden und später einige blaue Flecken. Wir waren dankbar, uns für ein Aluminiumgehäuse unserer Kamera entschieden zu haben, denn diese hatte einiges abbekommen aber sie geht noch! Der Rest ist Schönheit. So brauchten wir insgesamt 6h für die 18km, was wir aber sehr entspannt angehen konnten, denn es wird ja nicht dunkel. Ein unschlagbarer Vorteil bei Wanderungen.

Die Westfinnmark ist eine schöne aber auch sehr raue Gegend. Die Bewohner leben fast nur vom Fischfang, der Rentierzucht und vom Tourismus.

Natürlich besuchten wir auch Hammerfest, Europas nördlichste Stadt mit ca. 50.000 Einwohnern (zur Abwechslung mal wieder im Regen).

Das Auto brauchte inzwischen einen Ölwechsel und es war in ganz Nordnorwegen fast unmöglich einen Werkstatttermin zu bekommen. Alle Werkstätten waren bis zu 2 Wochen mit Terminen ausgebucht. So hatten wir Glück, dass uns dann nach vielen Anfragen die VW-Werkstatt in Hammerfest helfen wollte. Also fuhren wir gut gelaunt zum Termin. Es ging schon damit los, dass die Hebebühne nur für Lasten bis 4 to. ausgelegt war. Sie machte kurz ööööppppf und nix ging mehr. O.K., der Mechaniker wollte uns trotzdem helfen und legte eine große Plastikwanne unter das Auto. Der er selbst nur schlecht unter das Auto kam, bekam er beim Lösen der Ölablass-Schraube schon mal die Hälfte über den Arm, wobei das Öl über den Ellenbogen bis auf den Öberkörper lief. Beim Entfernen des Ölfilters passierte das Gleiche, nur war es diesmal der andere Arm. Nachdem nun endlich das Altöl abgelassen war, viel doch auf, dass die Werkstatt gar nicht das richtige Öl da hat. Also wurde der Bruder des Werkstattmeisters losgeschickt, das passende Öl zu besorgen. Nachdem er endlich wieder da war und das richtige Öl eingefüllt war, waren fast 2,5 Stunden vergangen. Das nächste Mal werden sie wohl keinen Camper über 3,5 to mehr annehmen.

Mit frischem Öl fuhren wir wieder Richtung Süden in das wunderschöne Fischerdörchen Sommaröy und weiter nach Tromsö (das Tor zum Eismeer). Die Stadt liegt ca. 340 km nördlich des Polarkreises und somit auf der geographischen Breite von Nordalaska. Zudem ist es Norwegens flächenmäßig größte Stadt mit ca. 2500 km² (so groß wie das Saarland).

Tromsö hat nicht nur ein Tunnelsystem mit mehreren Kreisverkehren, sondern auch die steilsten Straßen, die ich nach Dunedin in Neuseeland je gesehen habe. Die Stadt zeichnet sich durch die vielen Einfamilienhäuser aus, die kaum von Mehrfamilienhäusern unterbrochen werden. Dazu gibt es außer am Hafen so gut wie keine Hochhäuser. Es lohnt sich einmal die Strassen entlang und den Berg hoch zu gehen oder zu fahren. Die Aussichten sind fantastisch.Nach der Besichtigung Tromsös fuhren wir weiter auf Norwegens zweitgrößte Insel Senja, auf der wir uns mal umschauen werden ...


 
 
 
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