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2017-08-I Norwegen-Schweden

  • Autorenbild: fred-on-discovery
    fred-on-discovery
  • 5. Aug. 2017
  • 3 Min. Lesezeit

Auf der Insel Senja verbrachten wir ein paar Tage und schauten uns u.a. das Fischerdorf Husoy an. Es liegt auf einer netten Insel direkt in einem Fjord und ist durch einen Steg mit dem Festland verbunden. Insgesamt ist sie nur 1000m lang und 500m breit. Dafür bietet sie alles was man zum Leben braucht (eine Schule, Lebensmittelladen, Post und sogar eine eigene Tankstelle). Auf diesem kleinen Iland wohnen ca. 300 Leute, die fast alle vom Tourismus und Fischfang leben.

Auf Senja, in Fjordbotn suchten wir uns erst einmal einen Campingplatz, um Wäsche zu waschen. Dort stand ein französisches Ehepaar neben uns, welches uns einen kleinen Fisch schenkte. Wer macht denn so was. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen, hatten wir doch außer Fischstäbchen noch nie wirklich Fisch zubereitet. Am liebsten hätte ich ihn in den Fjord zurückbefördert, doch ohne Kopf und Eingeweide machte das wenig Sinn. So kamen wir dann auf die Idee doch mal zu googeln und siehe da, so schwer ist das gar nicht mit dem Fisch. Viel blieb zwar am Ende nicht übrig, dafür war das dann um so leckerer.

Am nächsten Tag standen wir wieder frei in einer wunderschönen Bucht. Und wieder waren es Franzosen, die uns fangfrischen Fisch schenkten. Dieses nette Pärchen mussten wir richtig bremsen, denn so viel Platz haben wir in unserem kleinen Gefrierfach nicht. Fast 2,5 kg Fischfilet waren es am Ende und er hat sie uns sogar ausgenommen. Sie sprach etwas deutsch und lieferte gleich noch die Rezept-Ideen dazu. Diesmal fanden wir es richtig Spitze und freuten uns auf den Verzehr.

Wir unternahmen ein paar kleine Wanderungen, u.a. auf den Segla (639m), um uns die wirklich fantastische Fjordwelt von oben anzuschauen. Senja mit seinen farbenfrohen Fischerhäusern ist wirklich sehenswert.

Nachdem mich meine liebste Schwester besuchte, verbrachten wir ein paar Tage gemeinsam und erkundeten die Inselgruppe der Lofoten. Hier hatten wir ausgesprochenes Glück mit dem Wetter und konnten so die Dörfer Hanningsvag, Nusfjord, Reine und A bei schönstem Sonnenschein betrachten. Auch hier sahen wir uns die Fjordwelt von oben an.

Kunst wird in Norwegen groß geschrieben und so gibt es einige internationale Künstler, die sich hier verewigt haben. So zum Beispiel auch Dan Graham mit seinen durchsichtigen Spiegelwänden.

Noch befinden wir uns oberhalb des Polarkreises und es ist immer noch 24h am Tag hell.

Das Licht auf den Lofoten ist einmalig und wir haben es in vollen Zügen genossen. Hier sowie in allen anderen Gebieten, die wir in Norwegen besucht haben, ist es normal, auch nach 20 Uhr noch zu einer Wanderung aufzubrechen. Wir haben uns in den letzen Wochen mit dem Spruch zu beruhigt: "Das schaffen wir, bevor es dunkel wird."

Ein Muss auf den Lofoten ist die Wanderung auf den Reinebringen. Der Ausblick ist auf jeden Fall jede Mühe Wert, wenn auch der Weg nicht ganz einfach ist.

Leider erhielten wir von zu Hause keine guten Nachrichten und mussten uns erst einmal um ein paar organisatorische Dinge kümmern, da unser Haus nasse Füße bekommen hatte.

Wir wollten zwar noch einige Zeit im Norden bleiben, aber so mussten wir das Projekt Sommer im Norden abbrechen und begaben uns auf die Reise nach Süden, wo wir nunmehr zum 4.Mal den Polarkreis überquerten.

Seit St. Petersburg hatten wir keine Dunkelheit mehr erlebt und fanden das echt angenehm. Das erste Mal künstliches Licht seit über 70 Tagen war dann irgendwie komisch.

Die kurze Besuchszeit meiner Schwester war nun auch schon wieder um und so brachten wir sie nach Stockholm zum Flughafen, von wo aus sie ihre Reise zum Auslandssemester startete.


 
 
 
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