2017-10-II vom Ohrid-See nach Olympia
- fred-on-discovery
- 30. Okt. 2017
- 2 Min. Lesezeit
Vom Ohrid-See kommend, schauten wir uns in Albanien zuerst die Hauptstadt Tirana von oben (vom Hausberg Dajti – immerhin 1613m hoch) an. Dann ging es in die nicht allzu sehenswerte Innenstadt mit dem Skanderbeg-Platz.


Um uns etwas Kultur zu gönnen, besuchten wir die Ausgrabungsstätte in Apollonia. Diese Ruinenstadt wurde 588 v. Chr. Gegründet. Fast 1000 Jahre lebten hier die Menschen von der Landwirtschaft, Töpferei und der Seefahrt. Der Verfall begann im 4.Jhd. Als ein Erdbeben den Lauf des Flusses Vjosa änderte und der Hafen verlandete. Leider wurden große Teile der archäologischen Sammlung 1990 geplündert, so dass im anhängenden Museum nur noch wenige Funde ausgestellt sind.


Anschließend fuhren wir nach Berat, der Stadt der 1000 Fenster. Die Burgfestung mit ihrem zahlreichen noch bewohnten Häusern gilt als Wahrzeichen dieser Stadt.
Der Stadtteil Mangalam zieht sich mit sehr dicht stehenden Häusern zur Burg hinauf. Gegenüber liegt Gorica, was lange Zeit nur durch eine kleine Steinbrücke mit dem Rest der Stadt verbunden war, so dass sich hier wenig änderte. Bis heute darf in diesen Stadtteilen nicht neu gebaut werden.



Zurück an der Küste genossen wir die endlosen menschenleeren Buchten, die Sonne und das traumhaft klare Wasser.





An einigen Touristen-Stränden wird fleißig gebaut denn man möchte ein ansprechendes Niveau erreichen, meist sieht es jedoch noch so aus.


Wieder Richtung Berge kamen wir an dem Blue Eye (Syri i Kalter- einer Karstquelle) vorbei.
Die tiefblaue Farbe, die das Wasser im Sonnenlicht hat, wird durch den hellen Kalkstein hervorgerufen und bewirkt wohl bei allen Menschen den gleichen starken Wunsch, dort baden zu gehen. Was die nicht unerhebliche Zahl an Verbots schildern beweist. Das Wasser dieser Quelle fließt in die Bistrica.


In den südlichen Bergen sahen wir uns die Stadt Gjirokaster mit ihrer Burg, die das ganze Tal dominiert an. Den Beinamen „Stadt der Steine“ verdankt diese Stadt ihren mit Steinplatten gedeckten Häusern und den entlang der steilen Hänge gepflasterten Gassen.




Gegenüber an den Berghängen des Lunxheria-Berges liegt die Ausgrabungsstätte Antigona,
welche wir als letztes in Albanien besuchten,

bevor wir wieder EU-Gebiet in Griechenland betraten.
Hier umrundeten wir zuerst die komplette Insel Lefkada, die mit die schönsten Strände Griechenlands haben soll, was wir aber nicht bestätigen können.


Anschließend schlenderten wir durch Nafpaktos mit seinen steilen Gassen,

bevor wir über die Charilaos-Trikoupis-Brücke, die seit 2004 mit einer Länge von 2883m den Golf von Korinth überspannt, auf die Peloponnes fuhren.

Da das Wetter schön war, genossen wir die Zeit an der Küste von Kalogria, mit ihren langen menschenleeren Dünen, hinter denen sich ein Wald aus Aleppokiefern, Pinien und Eichen erstreckt. Diesen Küstenabschnitt fanden wir um einiges schöner als die oben erwähnten Strände von Lefkada.



Am 24.10. fuhren wir in das antike Olympia um uns die dortigen Ausgrabungen anzusehen. Schon als wir ankamen, war alles mit Polizei und Sicherheitspersonal abgeriegelt und wir überlegten, welche Promis wohl hier sind oder was hier gerade so wichtiges stattfand. Durch Zufall kamen wir so zur Zeremonie der Entfachung des olympischen Feuers für die Winterspiele 2018 in Pyeongchang. Die hohe Priesterin (Schauspielerin Katerine Lechou) übergab die Fackel an den griechischen Skilangläufer Apostolos Angelis.
Da neben den ganzen Offiziellen, wie IOC-Präsident Thomas Bach auch noch etliche Reisegruppen (u.a. von Kreuzfahrtschiffen) die Stadt bevölkerten, verlegten wir die Besichtigung der Ausgrabungsstätten und der Museen auf den nächsten Tag.

