2018-01 II von Fethiye nach Side
- fred-on-discovery
- 26. Jan. 2018
- 3 Min. Lesezeit

Die wunderbaren Bilder aus dem Internet vor den Augen, fuhren wir zur Saklikent-Schlucht. Diese wollten wir zu Fuß erkunden. Die ersten 4 - 5 km (von der insgesamt 18 km langen Schlucht) kann man erwandern bzw. erklettern. Doch leider wurden wir eines besseren belehrt. Es ist Winter und somit Regenzeit und der hölzerne Eingangsweg endet nach 200 m. Danach müsste man durch das Bachbett weiter. Leider war der Wasserpegel so hoch, dass dies zur Zeit unmöglich war.

So fuhren wir weiter nach Xanthos.
Xanthos als Weltkulturerbe wollten wir unbedingt besichtigen. Auch hier ist, wie in fast allen antiken Städten, das Theater gut erhalten. Gleich daneben befinden sich diese zwei gut erhaltenen Pfeilgräber, die wir hier so zum ersten mal sahen.

Von Xanthos fuhren wir direkt nach Patara. Hier befindet sich nicht nur die antike Stadt Patara, sondern auch gewaltige Dünen mit einem der längsten und breitesten Strände der Türkei. Hier in den zur Zeit menschenleeren Dünen zu wandeln und die Brandung zu genießen ist Erholung pur. Wir konnten direkt an den sagenhaften Sanddünen stehen und verlebten eine wunderschöne Zeit mit spektakulärem Licht.

Dieser Traum aus Sand erinnerte uns sehr an die Wanderdünen in Leba (Polen).

Immer an der Küste entlang ging es vorbei an einladenden Städtchen

und traumhaften Badebuchten.

Das Umland von Demre ist von Gewächshäusern bestimmt.

Durch diese muss man hindurch, um zum antiken Myra zu kommen. Hier schlugen die Lyker ihre Hausgräber aus der Felswand, die man heute noch mit einigen Abstand besichtigen, nicht aber betreten kann.

Die gesamte Küste entlang, von Griechenland bis Alanya, ist gesäumt von antiken Städten und anderen Sehenswürdigkeit. So findet man z.B. in der Nähe von Chirali nicht nur die antike Stadt Olympos, sondern auch die Feuer der Chimäre. Hier verbrennt Tag und Nacht Erdgas, welches aus dem Gestein austritt. Der griechischen Mythologie zufolge tötete hier Bellerophon das Feuer speiende Ungeheuer Chimara. Diesem Mischwesen aus Löwe, Ziege und Drache verdankt der Ort seinen Namen. Wirklich mysthisch wirkt der Ort jedoch erst bei Nacht.

Weiter der Küstenstrasse folgend fuhren wir über Kemer und Beldebi nach Antalya. Auf dieser Strecke viel uns ein besonders kreatives Hotel ins Auge, welches uns sogar ein Foto wert war.

In Antalya angekommen, waren wir von der Stadt und der Umgebung sehr überrascht. Hier kann man sehr gut seine Zeit verbringen und immer wieder Neues entdecken. Angefangen von den vielen, sehr schön angelegten Picknick Parks

dem kleinen Hafen für Bootsausflüge

dem alten Uhrturm Saat Kulesi mit einem Fundament aus der Römerzeit sowie

das Hadrianstor, welches zu jeder Stadtbesichtigung gehört. Auch zum Shoppen bietet Antalya alles was das Herz begehrt und nicht zu letzt die langen Sandstrände vom Lara Beach.

Ca. 20km nördlich von Antalya liegt die antike Stadt Termessos in 1000m Höhe. Diese kann man erst mit dem Auto durch einen schönen Park und dann weiter zu Fuß erklimmen.

Vorbei an alten Mauern,

Toren und Gräbern

erreicht man das Theater, welches auch ohne Aufführung, allein durch seine Lage, sehr beeindruckend ist.

Hat man endlich den höchsten Punkt erklommen, wird man von einem fantastischen Blick auf die umliegenden Berge, den Golf von Antalya sowie die unter viel Grün verborgenen Stadtreste von Termessos belohnt.
Einen bitteren Nachgeschmack hatte dieser Ort dennoch für uns, denn es war der Letzte, den wir gemeinsam mit meiner Schwester besichtigten. Hier in Antalya brachten wir sie zum Flughafen, um uns für unbestimmte Zeit von ihr zu verabschieden.

Von Antalya weiter auf der sehr gut ausgebauten Küstenstraße ging es Richtung Side. Einen Abstecher gönnten wir uns zu der antiken Stadt Aspendos mit seinem gut erhaltenem Theater, in welchem heute noch Aufführungen stattfinden.

In Side angekommen suchten wir als erstes einen Campingplatz auf. Große Wäsche stand an. Zum Glück sind wir alleine und können nicht nur die Waschmaschinen, sondern auch den Platz voll nutzen.

Nun wurde es auch Zeit uns einen Teil der vielen Orangen , die wir geschenkt bekommen haben zu verarbeiten.

Von Side aus unternahmen wir Tagestouren in die Umgebung. Vorbei an den Resten des ca. 26km langen Aquäduktes fuhren wir zu der antiken Stadt Seleukeia.

Diese liegt in den Bergen über Side in einem wunderschönen Pinienwald und lädt zu längeren Spaziergängen und Pickniks ein.

Ein weiteres lohnendes Ziel ist der Oymapmar Baraji (Stausee) sowie seine Ablass-Seen Manavgat Baraji und Manvagat Selasi, die man mit dem Auto umrunden kann und die wiederum viele Ausflugsziele in Form von Restaurants, Picknickstellen und Bootsausflüge sowie einen Adventurepark bieten.