2018-04-I durch Armenien
- fred-on-discovery
- 24. Apr. 2018
- 11 Min. Lesezeit

Um uns die Wartezeit zu vertreiben fuhren wir wieder vorsichtig nach Tiblissi und schauten uns dort noch etwas genauer um. So stromerten wir durch die Gassen am Rande der Stadt, die hier schon etwas dörfliches haben

Durch ein starkes Erdbeben 2002 sind in Tiblissi sehr viele Häuser in Mitleidenschaft gezogen worden und warten nun auf ihre Restaurierung.

Die Sicherungsmaßnahmen durch das Abstützen und Verhüllen der Gebäude gibt manchen Straßen ein eher skurriles aussehen.

In ganz Tiblissi sind Kunstobjekte versteckt, wie der Baum aus Metall

oder dieser witzige Turm.

Einen Tag verbrachten wir mit Wäsche waschen und Reinigungsarbeiten am und im Auto.

Da die Werkstatt, welche unser Auto reparieren wollte, nicht das passende Öl für einen Ölwechsel vorrätig hatte, fuhren wir nochmals nach Tiblissi und kauften dieses. Hier gibt es Öl aus dem Fass und wie fast alle Flüssigkeiten wird es in Plastikflaschen verpackt.

Die Ersatzteile sind da, endlich kann repariert werden.

Ja, er weiss was er macht.

Nach der Reparatur konnten wir endlich Richtung Osten weiter fahren.
Telavi hat eine fantastische Lage und ist echt einen Besuch wert. Wir gehen bummeln und genießen immer wieder den Blick in die Berge des Kaukasus'.

Die Altstadt von Telavi, mit seinen typisch armenischen Häusern und den filigranen Holzbalkonen.

Immer wieder sehen wir diese Straßenverkäufer. Jeder versucht zu verkaufen, was er kann, um wenigstens etwas Geld zu verdienen.

Sighnaghi ist ein altes Städtchen auf einem Bergrücken mit Befestigungsmauer , Kirche, engen Gässchen und guten Restaurants.

Unser letztes Kloster (Kloster Bodbe) in Georgien. Nun geht es auf nach Armenien.

Wir sagen buy buy zu Georgien, das uns sehr gefallen hat. Die Ausreise war unspektakulär und innerhalb von wenigen Minuten erledigt.
Mit einem good luck vom georgischen Grenzbeamten wurden wir nach Armenien entlassen.
Der armenische Zoll erwies sich erst einmal als unkompliziert. Ein, zwei Leute stiefeln durchs Auto, zeigen Daumen hoch und verschwinden wieder. Ob wir jemanden versteckt haben oder was wir genau einführen interessiert sie dabei nicht. Die Paßkontrolle verläuft zügig und eigentlich wären wir jetzt fertig. Doch halt, wir hatten doch noch etwas von einer Pflichtversicherung für Fahrzeuge gelesen, ohne die man nicht ins Land darf. Kurz vor dem Schlagbaum sahen wir im Rückspiegel ein Schild, Incurance. In Fahrtrichtung unmöglich dieses zu erkennen. Wir fahren rechts ran und fragen nach. Richtig, hier müssen wir die Versicherung abschließen. Das braucht einen Moment. Der Mann spricht kein englisch, dafür wenig deutsch. Als die Papiere fertig sind, sollen wir bezahlen. Es gibt aber nur eine Zahlmöglichkeit und diese heißt armenische Diram. Diese haben wir nicht. Wir erfahren, dass es einen Bankautomaten in der Comercial Hall gibt. Wir stiefeln los. Doch zum Automaten kommen wir nicht, denn der steht geschickter weise im Niemandsland und so müssten wir, um Geld abzuheben Armenien, in das wir gerade eingereist, sind wieder verlassen, Geld abheben und danach erneut einreisen. Wir gehen zurück und fragen nach Alternativen. In der Comercial Hall kann man auch am Schalter Geld tauschen, erfahren wir nun. Also wieder zurück zur Comercial Hall und an den Schalter. Mit armenischen Diram geht es wieder zur Versicherung, um zu bezahlen. Dann steigen wir ein und fahren zum Schlagbaum. Doch der hebt sich nicht, denn wir erfahren gerade, wir haben die Straßenbenutzungsgebühr noch nicht bezahlt. Na danke und wo? Das Auto wieder rechts geparkt und zurück in die Comercial Hall. Am gleichen Schalter, an dem wir schon das Geld getauscht und auch die Versicherung bezahlt hatten, zahlten wir nun die Straßenbenutzungsgebühr. Nun bekommen wir 3 Zettel. Zurück zum Auto und zum Schlagbaum. Denkste, wir kommen immer noch nicht rein. Was soll das? Ist das ein Spiel, wer verliert zuerst die Geduld? Doch einem Iranischen LKW Fahrer und 3 jungen Russen ergeht es genauso. Wir sollen wieder in die Halle zurück, die Declaration würde uns fehlen.
Wieder in der Halle, fragen wir am ersten Schalter nach. Der nur so vor Lustlosigkeit strahlende junge Mann verweist uns zum zweiten Schalter. Der dortige Beamte verweist uns zurück an den ersten Schalter (die Halle hat nur zwei Schalter und wir sind Gott sei Dank fast alleine und müssen uns nicht immer wieder hinten anstellen). Ich finde, es wird Zeit mal etwas lauter und bestimmter aufzutreten. Da verschwindet der junge Mann vom ersten Schalter und eine erschrocken wirkende junge Frau tritt an seine Stelle. Sie nimmt all unsere Papiere an sich und stellt ein neues Dokument aus, welches wir nun erhalten. Wir fragen den englischsprachigen Beamten, der dazu gerufen wurde, warum nicht ein einfacher Informationszettel mit den Punkten aushängt, die man zu erledigen hat und wo. Das könne eine Menge Zeit und Frust auf beiden Seiten sparen. Er schaut uns nur kopfschüttelnd an. Mit dem neuen Dokument geht es wieder zum Schlagbaum und es passiert etwas Unglaubliches. Er geht auf. Wir sind tatsächlich in Armenien.

Der Weg ins Land führte uns durch das Azattal. Bedingt durch die Jahreszeit, das Wetter an diesem Tag und die braunen Natursteine, aus denen die Häuser hier gebaut sind, erschienen uns die ersten Kilometer nur trist und grau.

Grundstücksbegrenzung auf Armenisch, öffentliche Schrottplätze gibt es hier wohl nicht.

Stellenweise kommen wir uns vor wie auf einer Zeitreise.

Der Frühling ist noch nicht richtig angekommen aber wir sind auch auf knapp 2000m Höhe.
Wir wollten noch etwas Geld am Automaten abheben aber das funktionierte nicht. Nach 3 Versuchen überlegten wir, welche Alternativen wir noch hätten an Geld zu kommen, als uns die Idee kam, es noch einmal mit einem geringeren Betrag zu versuchen (30€ statt 200€). Das funktionierte.

Der Sevansee ist einer der höchstgelegensten Seen der Welt mit 1900m über NN. Er ist 78km lang und 56km breit. Er wird von 30 Flüssen gespeist, hat aber nur einen Abfluß. Die Armenier nennen ihn das Meer Armeniens. Durch eine zu hohe Wasserentnahme zur Energiegewinnung und zur landwirtschaftlichen Bewässerung ist der Seespiegel um 20m gefallen. Dann hat die Regierung die Notbremse gezogen und die Entnahmemengen drastisch reduziert. Seither steigt der Pegel langsam (immerhin um 4 cm in den letzten Jahren).

An seinen Ufern befinden sich neben alten Klöstern, Hotels und Badestrände mit Strandkaffees und Imbisbuden. Das Sevankloster auf einer kleinen Halbinsel bestand aus 3 Gebäuden, von denen 2 noch bestehen und besichtigt werden können.

Bekannt ist dieses Kloster auch durch die in die Kirchenwand eingemauerten Kreuzsteine.

Das Kloster Hajravankh besteht aus 3 Gebäuden und ist so eng ineinander verbaut, das es den Anschein eines einzigen großen Gebäudes erweckt.

Der berühmte Friedhof von Noratus beherbergt Hunderte von Kreuzsteinen aus mehreren Jahrhunderten.

Sie stehen und liegen kreuz und quer auf einer riesigen Fläche, gleich neben dem Dorf.

Manche scheinen das Leben der Verstorbenen zu beschreiben

andere ihren Beruf

oder ihr Hobby

Das Dorf mit dem Friedhof im Hintergrund

der Sevan See, die blaue Perle hat auch uns in ihren Bann gezogen

Straßenausbesserungsarbeiten mit System. Aus kleinen Löchern werden große viereckige gehauen und dann neu versiegelt. Diese Patchworkarbeiten fühlen sich unter den Rädern dann auch so an.

Jerevan, die Hauptstadt Armeniens. Sie hat uns nicht berührt, auch wenn es sicher einiges Sehenswertes gibt, wie die Statue, die Mutter Armeniens, sie gilt als Kriegsdenkmal und ist von vielen Teilen der Stadt aus zu sehen.

Das Denkmal bei Nacht mit der ewigen Flamme

Ein Muss für alle Hauptstadtbesucher ist die Jerevaner Kaskade.
Sie erstreckt sich über 5 Terrassen und bietet oben angekommen einen eindrucksvollen Blick über die Stadt.

von oben mit Blick auf den Republiksplatz

Das Tamanjan-Denkmal. ( Alexander Tamanjan, armenischer Architekt, 1878-1936) direkt vor der Kaskade

Etwas versteckt liegt die einzig erhaltene Moschee Armeniens, die Persische blaue Moschee.

Der Bummel durch die Stadt führte uns dann auch zu der ehemaligen Markthalle die heute ein Einkaufszentrum ist.
Lange hielten wir uns nicht in Jerewan auf. Wir besuchten die Botschaft von Berg Karabach und beantragten ein Visum, welches wir innerhalb einer Stunde in den Händen hielten.

Um etwas mehr vom Land kennen zu lernen , beschlossen wir einen Tagesausflug um den Berg Aragats (4095m) zu machen. Dabei kamen wir an den Ruinen der Palastkirche von Zvartnots vorbei. Diese stammte aus dem 7. Jahrhundert und stürzte bei einem starken Erdbeben im Jahre 930 ein.

Der Tagesausflug mit den erhofften tollen Blicken auf die fantastische Bergwelt ringsum startete im Sonnenschein und endete mit schlechter Sicht und Schneefall. Den einzigen Trost lieferte uns Armeniens berühmteste Bäckerei, welche wir in Aparan aufsuchten.

Lavasch, das Brot der Erde wird nur aus Mehl, Wasser und Salz gebacken und kann bei richtiger Lagerung nicht verderben. Es kann monatelang trocken gelagert werden und wird bei Bedarf nur befeuchtet. Frisches Lavasch erinnerte uns an Wrapteig, älteres Lavasch ist brüchig und schmeckt nach nix.

Das Angebot sowie das Schauspiel, welches uns hier geboten wurde, war einmalig. Wir haben uns ausgiebig durch das Sortiment probiert und waren mehr als nur satt begeistert.

Durch die hochaufragenden Berge ringsum vergisst man schnell das Armenien durchschnittlich auf einer Höhe von 1800m liegt.

Die Dorfstraße zum Aparaner Stausee wird wie fast alle Straßen hier von Gasleitungen flankiert, die oberirdisch verlaufen.

Wir haben uns oft gefragt, ob sie wirklich noch bewohnt werden, wenn wir solche Häuser sahen und haben dann traurig festgestellt, sie werden es.

Im Tal der Buchstaben. Ein kleiner Park am Rande der Straße beherbergt die Buchstaben des Armenischen Alphabetes, sowie einige Heilige. Auf dem Berg steht ein Eisenkreuz aus über hundert Eisenkreuzen.

Wir sind zurück in Jerewan und das Wetter ist uns hold. Der Ararat, den wir schon von der türkischen Seite aus bewundert haben, ist nun auch von hier zu sehen.

Eines der schönsten Postkartenmotive bietet das Kloster Chor Virap vor dem Ararat

Am Talende der Azatschlucht liegt das Kloster Gehghard. Es ist ein Höhlenkloster aus dem vierten Jahrhundert und das schönste, was wir bisher gesehen haben. Von außen scheint es klein und die Anlage fast unscheinbar. Doch die Räumlichkeiten inne, die Größe der Hallen und die Akustik sind sehr beeindruckend.

Der Eingang zur Galerie

Das Gavit ( bezeichnet eine meist quadratische Vorhall in der mitteralterlichen armenischen Architektur, die im Westen an Klosterkirchen angebaut ist
D

die erste Felsenkirche

Die Proschjan- Gruft

Für uns sieht es aus wie an den Sträuchern hängen gebliebener Müll. Aber es sind Glücksbringer aus Plastiktüten, Papiertaschentüchern oder Feuchttüchern.

Angekommen bei 3Gs, einem Campingplatz mit B&B .
Von hier hat man einen tollen Blick auf den Ararat und ins Azattal. Geführt wird er von dem Holländischen Paar Sandra und Marty

Für alle Armenienreisende, die mit irgendeinem Gefährt oder zu Fuß unterwegs sind, ist 3Gs der Anlaufpunkt, um sich zu erholen und die Seele baumeln zu lassen. Es ist ein kleines Paradies voller Charme und mit viel Liebe zum Detail hergerichtet.

Abendstimmung mit Blick Richtung Kloster Geghard vom Campingplatz aus.

Wir ließen das Auto stehen und liefen hinunter nach Garni um das wohl meistbesuchte Bauwerk Armeniens, den Sonnentempel zu besuchen. Über den wahren Grund der Erbauung dieses Tempels gibt es bis heute verschiedene Meinungen.

Vom Tempel aus schaut man direkt hinunter in die Azastchlucht. Dort am Fluss entlang führt ein Wanderweg. zu einer Schlucht, die gesäumt ist von riesigen Basaltsäulen und so mancher Höhle.

Wir sind fasziniert vom Märchenland. An was erinnert einen das?

Unglaublich was die Natur so formt, man bekommt fast Nackenschmerzen vom vielen Hinaufschauen.

Von unten schaut es aus wie eine überdimensionale Orgel Wir genießen die Schlucht bei einer Rast, ehe wir wieder hinauf steigen zum Ort Garni

und dort ganz versteckt noch dieses kleine Kirchlein sehen. Es passen genau vier Sitzbänke und der Pfarrer hinein.

Die Zeit ist reif, weiter zu ziehen und so geht es Richtung Jeghegnadzor. Doch die Strassen sind schlechter als gedacht und wir kommen nur sehr langsam vorwärts. So biegen wir ab und beschließen noch ein Kloster zu besuchen. Das Kloster Noravankh liegt in völliger Einsamkeit auf einer Erhöhung am Ende einer Schlucht. Hier übernachten wir direkt vor dem Kloster

und haben am nächsten morgen fantastisch blauen Himmel.

Die extrem kurvig ausgebaute Panoramastraße durch die Vardeniskette führte uns über den 2410m hohen Selim Pass. Hier haben sich früher die Reisenden auf einem Teil der alten Seidenstraße mit ihren schwer beladenen Tieren geschleppt. Und hier steht sie auch noch, die älteste und best erhaltenste Karawanserei Armeniens.

In der Mitte die Menschen und rechts und links hinter den Steinbögen die Tiere. Dazu wärmendes Feuer und all die Berichte der Händler und Reisenden. Man kann es sich lebhaft vorstellen, wie es war nach einer langen Reise, endlich hier Rast zu machen.

Über die neugebaute Straße erreichen wir Berg Karabach, das gleich , noch vor dem offiziellen Grenzübergang seinem Namen gerecht wird. Wir kämpfen uns weiter bergauf und dann alles wieder bergab. Das Zollhäuschen am Straßenrand ist so klein, dass man es fast nicht wahr nimmt. Wir steigen aus und zeigen unsere Pässe. Die Fahrzeugpapiere werden verlangt und die Autonummer in ein großes Buch eingetragen. Das wars, wir können weiter fahren.

Berg Karabach (der umstrittene Paradisgarten) hat am 6. Januar 1992 seine Unabhängigkeit erklärt, ist jedoch bis heute kein offiziell anerkannter Staat. Man kann ihn nur über Armenien bereisen, jedoch gehört er völkerrechtlich zu Aserbaidschan. Bis heute kommt es deshalb immer wieder zu Kämpfen zwischen Armenien und Aserbaidschan um diese Gebiet.

Die Serpentinenstraße bietet immer wieder fantastische Ausblicke

Unser erstes Ziel sind die Zuar Hot Springs und der Weg dorthin führt durch diesen Tunnel. Wir hoffen die ganze Zeit, dass uns niemand entgegen kommt.

Am Ziel.
Des Teufels Kochtopf. Wir hätten nie gedacht das man die Kraft des hervor sprudelnden Wassers so merkt. Der ganze Kesselboden vibriert und zittert unter einem.
Das Wasser ist echt heiß und lange kann man nicht im Becken sitzen aber es ist super angenehm.

Die richtige Quelle ist um die 43 Grad heiß aber wir hatten das Gefühl, das die Temperatur etwas schwankt. Das große Becken kommt immerhin noch auf knapp 40 Grad. Das Becken ist ca. 1m tief und erlaubt damit einige Schwimmzüge. Wir bleiben über Nacht und genießen das warme Wasser auch am morgen nochmal ausgiebig.

Wenn man einmal hinübergekommen ist, hält es sicher auch zurück. Wobei wir uns mehr Sorgen über die scharfkantigen Platten, bzw. unsere Reifen machten.

Kloster Dadivank erstmals urkundlich erwähnt in 9. Jahrhundert, liegt direkt an der Straße nach Stepanakert und wird gerade aufwändig restauriert.

Das nächste Highlight wartet schon und steht ebenso an der Strasse das Fort Arqayaku mit seinem idyllischen Innenhof.

Hier ist schon Sommer

und alle genießen die Sonne

07.04.2018 Ein unspektakuläres Bild aber unser 40.000 Reisekilometer. An diesem Punkt sind wir 1x um den Äquator gefahren. Das sind ca. 120km pro Tag oder 2h Fahrzeit mit unserem Auto.

Stepanakert, die Hauptstadt von Berg Karabach begrüßt uns mit seinem Wahrzeichen Tatik und Papik.

Wir fahren in die Stadt hinein und werden als erstes an Russland erinnert. ( Dort trocknet man die Wäsche ebenso).

Wir sind auf dem Markt und schauen was es so an lokalen Delikatessen gibt. Auffällig viel Salat und anderes Grünzeug wird hier verkauft.

es gibt sehr viel eingelegtes und viele verschiedene Sorten an Schafs und Ziegenkäse, manche so Salzig das man zum nächsten Brunnen rennen möchte.

Eine Spezialität aus Stepanakert, mit Zwiebel, Ptersilie und anderem Grünzeug gefüllte Teigtaschen. Sehr lecker und überraschend sättigend.

Der Hauptplatz von Stepanakert mit einem Nobelhotel. Insgesamt ist die Stadt nicht sehr groß.

der Blick vom Hauptplatz zum Stadion

Von Stepanakert geht es weiter nach Shushi, der zweitgrößten Stadt in Berg Karabach oder wie sie sich 2018 nennt; Republik Arzach

In der Stadt sind die Spuren der Kämpfe noch allgegenwärtig. Die letzten Kämpfe gab es hier im April 2016.

Die Kathedrale von Christus des heiligen Erlösers von Shushi.

Shushi liegt oberhalb des Hunot Canyons, der zu wunderschönen Wanderungen einlädt.

Wir verlassen Berg Karabach und fahren nach Chndzoresk, dem seltsamsten Dorf Armeniens. Es liegt links und rechts einer Erhöhung, die von einer steilen Schlucht durchschnitten wird. Hier haben sich die Menschen Höhlen in das Gestein gegraben, die zum Teil noch heute bewohnt sind.

Über Goris geht es weiter nach Halidzor. Bei einem kurzen Tankstopp über Goris haben wir einen sehr schönen Blick auf die Stadt, deren Bewohner ursprünglich auch in Sandstein Stehlen gewohnt haben.

In Armenien ist es üblich, auch in Kleinstmengen zu tanken. Dafür stehen sogar Schränke mit leeren Flaschen aller Art an den Tankstellen.

In Halidzor soll sich eine der längsten Seilbahnen (mit einer länge von 5752m) der Welt befinden. Diese verbindet den Ort Halidzor mit dem Ort Tathev und überspannt dabei die spektakuläre Schlucht des Vorotan. Die Gravelroad hinauf nach Tathev.

Auch in Tathev befindet sich ein Kloster, welches einst eine Universität beherbergte. Das Kloster ist heute nach seiner Renovierung auch wieder in Teilen bewohnbar.

Halidzor mit den „Wings of Tathev“

Auf der M2 nach Jeghegnazdor und ständig geht es bergauf oder bergab

Die Schluchten entlang des Vorotan beherbergen auch heiße Quellen. Allerdings luden diese durch Verwahrlosung und Vermüllung nicht mehr zum Baden ein..
Dafür kamen wir wieder an einem Kloster vorbei. Dem Voratnavankh Kloster.

Und wieder finden wir Basaltsäulen. Diese wunderschöne Straße war für jedoch eine Sackgasse, da die Brücke an der sie endete, für uns zu schmal war.

Ganz in der nähe befindet sich der Wasserfall des Vorotan

So ging es zurück auf die Hauptstraße und nach Aghitu. zum Fürstengrabmal. Der im Reiseführer als imposant betitelte Gedenkkomplex wirkte auf uns eher etwas verloren. Allerdings trafen wir ausgerechnet hier unseren ersten (und letzten) deutschen Touristen in Armenien. Auch er ist auf dem Weg in den Iran.
So machten wir uns also auch auf Richtung Grenze.