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2018-05-I Iran

  • Autorenbild: fred-on-discovery
    fred-on-discovery
  • 2. Juni 2018
  • 12 Min. Lesezeit

Iran - Willkommen im Jahr 1397

15.04.2018 Einreise in den Iran - Hier schreibt man nach dem persischen Kalender tatsächlich das Jahr 1397.

Wir haben viel gehört und gelesen über die Grenzkontrollen zum Iran. Gutes und nicht so Erfreuliches und sind etwas gespannt, denn einiges ist anders hier. Für Frauen heißt das, lange Hosen, ein langärmeliges Shirt, das bis zur Mitte der Oberschenkel reicht und so weit ist, dass man keine Figur erkennen kann. Dazu ein Kopftuch, welches auch das Dekollete` verdeckt.

Die Ausreise aus Armenien läuft ähnlich unstrukturiert ab wie die Einreise. Wir fahren bis vor die Comercial Hall und steigen aus. Niemand ist zu sehen. Hat die Grenze geschlossen? Wir versuchen durch verschiedene Türen in die Halle zu kommen. Bei der dritten klappt es. Wir sind die Einzigen, die über die Grenze wollen. In einer großen Halle sitzen 5 Männer und spielen Karten. Eine Frau in Uniform steht daneben und schaut zu. Wir grüßen, werden kurz angeschaut und dann ignoriert. Wir laufen in der Halle umher, um uns zu zeigen. Endlich reagiert jemand. Wir zeigen die Papiere, er nickt und verschwindet damit. Die Deklaration für das Auto behält er, den Rest bekommen wir zurück. Dann werden wir getrennt. Der Fahrzeugfahrer muss mit dem Auto hinter den Schlagbaum und dort auf den anderen warten. Das Auto selbst interessiert wieder niemanden. Nachdem wir die Ausreisestempel haben, fahren wir weiter zum Iranischen Zoll. Als erstes müssen wir das Auto vor den Zöllnern parken. Wir steigen aus und zeigen die Pässe. Dann werden wir durch ein Tor zur Passkontrolle gewunken. Zunächst möchte man uns eine Krankenversicherung verkaufen. Das wäre Pflicht. Wir lehnen dankend ab und erklären wir besitzen bereits eine. Erst als wir dies belegen können dürfen wir weiter. Dann die Passkontrolle. Es geht relativ zügig. Wir gehen zum nächsten Schalter. Da dauert es richtig lange. Keine Ahnung, was hier genau kontrolliert wird. Ein Dame vor uns muss ihr Kopftuch anders binden und eine andere wird sichtlich gerügt. Sie hat eine ausgesprochen kurvige Figur und wohl Verhüllen mit Betonen verwechselt. Es gibt Diskussionen. Die anderen zupfen an ihr herum und versuchen den knallengen Pullover noch länger über den Po zu ziehen. Aber das klappt nicht. Sie wird weggeschickt. Unsere Erscheinung scheint zu passen. Wir werden eingehend betrachtet, der Pass lange angeschaut und dann dürfen wir gehen. Zurück zum Auto müssen wir unsere gestempelten Visa vorlegen und dürfen dann weiter fahren. Aber wohin? Rechts zeigt ein Zöllner. In der Iranischen Comercial Hall angekommen, verschlägt es uns fast den Atem. Nur Männer und es riecht extrem nach Schweiß, ungelüfteten Räumen und Zigarettenqualm. Es geht sehr lautstark zu und es hat eher etwas von einem Bazar. Da alle Zivil tragen, ist absolut nicht erkennbar, wer hier arbeitet und wer nicht. Wir beobachten das Treiben eine Weile und drängeln dann mit, bis wir vor einem Schalter stehen. Wir müssen unser Carnet de Passage abstempeln lassen. Der Mann hinter dem Schalter nimmt es entgegen, schaut es kurz an, dann bekommen wir es zurück mit dem Wort Kopie und seine Hand winkt in die Halle hinein. Das Suchen beginnt von vorn. Den dicht umdrängten Kopierer finden wir dann im Vorraum der Halle. Es dauert etwas bis wir zu unseren Kopien kommen. Zurück am Schalter nimmt der Mann unsere Papiere legt sie beiseite und will das Auto sehen. Wir gehen zusammen nach draußen und zeigen über den Hof. Nein, er möchte es vor der Halle haben. Also parken wir um. Wieder am Schalter bekommen wir unser nun total zerknicktes aber Gott sei Dank richtig abgestempeltes Carnet de Passage wieder und einen Zettel dazu. Das Auto interessiert keinen mehr.

Wir haben alle Stempel die wir brauchen und so steigen wir ein und fahren los. Am nächsten Häuschen zeigen wir alle Papiere nochmal. Der Zöllner fragt „rein oder raus“? Rein! Um Gottes willen bloß keinen Ausreisestempel jetzt, dann wäre das Visa umsonst. Der handgeschriebene Zettel wird einbehalten und unser Nummernschild in den PC eingegeben. Das war's. Keine Fahrzeugkontrolle nach Alkohol, Schweinefleisch, Waffen oder Drogen. Hätten wir das gewusst ..

Wir sind im Iran. Aus- und Einreise haben zusammen 3 Stunden gedauert.

Die erste Stadt, die wir im Iran besuchen ist Täbris, bekannt für sein Schuhhandwerk und seine Teppiche.

Wir versuchen zuerst eine Simkarte zu erstehen, doch irgendwie klappt es nicht. Da bekommen wir Hilfe von 2 jungen Iranern, die uns einfach so ansprachen und uns helfen wollten. Doch auch mit ihrer wirklich großen Hilfe, langer Geduld und den Besuch von mehreren Anbieterfilialen, wie MTN und Irancell bekamen wir keine Simkarte. Keiner konnte genau sagen warum. Am Nachmittag versuchten wir es ein letztes Mal in einer ganz kleinen Filiale. Passport einscannen, Daumenabdruck abgeben, Simkarte ins Handy einlegen und warten auf die Freischaltung. Eine Stunde, zwei Stunden, drei Stunden. Nix passiert. Die unglaublich nette junge Frau aus der Filiale ruft nun den Provider an und erfährt, es gibt ein neues Gesetz, dass keine Simkarten mehr an Ausländer verkauft werden dürfen. Das ist heftig, damit hatten wir nicht gerechnet. Nun muss es halt ohne gehen.

Wir besuchen den Basar, der die Größe eines Stadtviertels umfasst und in verschiedene Bereiche wie Teppiche, Schuhe, Gewürze, Stoffe usw. gegliedert ist. Um ihn ganz anzuschauen, wird uns berichtet, braucht man 3 Tage.

Die Düfte , das Licht, die Lautstärke, der nach Kunden rufenden Verkäufer … So ein Bazar ist eine eigene Welt.

Auf dem Basar stehen sowieso kaum irgendwo Preise dran und auch die meisten Läden haben ihre Waren nicht ausgepreist und wenn, dann nur mit persischen Zahlen, So war schnell klar, wir müssen die persischen Zahlen lernen.

Wo nehmen wir persische Zahlen her ohne Internet? Kein Problem, sie stehen an der Straße. Wir brauchten eineinhalb Tage um alle Zahlen von 0-9 zusammen zu haben und fest zustellen, für die 4 und die 6 gibt es jeweils zwei verschiedene Schreibweisen.

Von Täbris aus machten wir einen Abstecher in die Berge. Dort befindet sich der Ort Kandovan. Hier gibt es Höhlenwohnungen, die bis heute noch bewohnt sind, ähnlich wie in Kappadokien.

Vor dem Dorf befinden sich jede Menge verlassene Höhlenwohnungen, die einem einen Eindruck von der Größe aber auch von dem deutlich spürbaren Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen vermitteln.

In vielen Reiseberichten steht, das frei stehende Camper gerade nachts von der Polizei kontrolliert und oft auch weg geschickt wurden. So rechneten wir schon mal damit, dass uns dies auch passieren könnte. Es war erst 20:00 aber die Polizei war schon da. Sie beharrten darauf, dass wir da wo wir standen nicht stehen bleiben können und baten uns mehrfach mitzukommen. Ihre Zeichensprache war sehr eindeutig.

So ging es 10km in Polizeibegleitung über eine sehr schlechte Straße zurück zum letzten Ort. Dort wurden wir an einer Hauptstraße vor einer Privateinfahrt geparkt. Wir erfuhren vom Offizier, dass dies sein Haus wäre, vor welchem wir nun parkten und das es hier sicher wäre für uns. Zum Abschied schenkte er uns noch eine Honigmelone. Keine 20min. später war er wieder da, diesmal mit Verstärkung. 4 Polizisten standen nun vor dem Auto und einer erkundigte sich nun auf englisch, ob das so für uns in Ordnung wäre und ob wir uns auch sicher fühlten und wir könnten jederzeit zur Polizeiwache 100m die Straße hoch kommen, wenn wir etwas bräuchten. Wir waren völlig überrascht.

Auf dem Weg von Täbris nach Teheran ging die Straße plötzlich durch eine Unterführung. Da keinerlei Schilder diese ankündigten bemerkten wir erst als wir um die Kurve kamen, da passen wir nicht durch, die ist zu niedrig. Das Schauspiel welches sich nun ereignete, hätte ich gern in einem Video festgehalten, aber ich war anderweitig beschäftigt. Anstatt anzuhalten und uns die Möglichkeit zu geben, rückwärts wieder auf die Straße hoch zu kommen und die Unterführung frei zu machen fuhren die Autos links und rechts an uns heran, zeigten uns, wir würden da nicht durchpassen und versuchten dann, sich an uns vorbei zu drängeln und in die Unterführung zu fahren. Natürlich nicht ohne zu vergessen, dabei kräftig zu hupen.

Der nun folgende Umweg bescherte uns allerdings den größten Obst und Gemüsemarkt, den wir in ganz Iran finden sollten. Es war himmlisch hier einzukaufen. Der momentane Schwarzmarktkurs von 1€= 65000 Rial hat natürlich einiges dazu beigetragen.

Die armen Plüschies, die bei fast 30Grad am Straßenrand auf eine neue Familie warten müssen.

Camping auf Iranisch. Allerdings sind diese Zelte nicht wasserdicht und Schnüre und Heringe, um sie zu verankern, besitzen sie auch nicht.

Gen Osten wird das Brot nicht immer nur länger, leider auch immer geschmackloser.

Ein Anblick, der uns an die Schweiz erinnert. Auf dem Weg von Täbris nach Rasht.

Das Kaspische Meer. Trotz angenehmer Temperaturen badet niemand. Ein seltener Anblick.

Effizienz war wohl sein Motto.

Der Freitag ist im Iran unser Sonntag und alle haben frei. Das heißt, gefühlt alle Iraner gehen Campen. Manche in die wirklich schönen Stadtparks (z.T. gegen Gebühr) und manche dahin wo Platz und Schatten ist.

Und andere wählen Orte, die für uns nicht nachvollziehbar sind.

Teheran, die Hauptstadt von Iran hat nichts, was uns wirklich begeistert. Riesig groß, versmogt und ein absolutes Verkehrschaos. Aber das Emam Khomeni Mauseleum ist schon durch seine Größe echt sehenswert. Der Anblick bei Nacht ist wirklich schön.

...ein kurzer Einblick.

Auf dem Weg nach Isfahan.

In/ und um Isfahan soll es die besten Werkstätten des Irans für alte Mercedesbusse geben. Wir hatten geplant, dort unser Auto überholen zu lassen.

In Ahmeds Werkstatt (eine Empfehlung von Fanny und Manni von der Wanderkuh,

vielen Dank nochmals, die ihren Bus dort vor zwei Jahren komplett restaurieren lassen haben).

Es gab dann doch mehr zu tun als gedacht, aber wir haben ja auch schon einige Kilometer hinter uns und einige sehr sehr schlechte Straßen. Dafür gibt es hier (Gott sei Dank) problemlos fast alle Ersatzteile. Bevor jedoch ersetzt wird, wird erst mal nach alter Manier repariert.

Insgesamt standen wir 6 Tage auf dem Hof von Ahmeds Werkstatt und konnten so die iranische Arbeitsweise intensiv beobachten. Arbeitsbeginn ist 8 Uhr. Halb neun kommen die ersten Arbeiter und bis 9 wird erst Mal Tee getrunken. Dann wird ein Teil ausgebaut, geschaut, ob man es reparieren kann oder ob es ersetzt werden muss. Bis die Entscheidung gefallen ist, ist meist Mittag. So geht es zum Mittagessen. Gegen 15 Uhr kommt man wieder und repariert bzw. lässt reparieren und baut anschließend alles wieder zusammen. Das geht relativ gemächlich und gegen 18 Uhr ist ja auch schon Feierabend. Zwischendurch wird natürlich Tee getrunken.

Bei Regen wird natürlich nichts repariert, denn der Hof hat ja keine Überdachung und steht ungeschickter Weise auch noch knöcheltief unter Wasser. Zum Glück ist dann alles wieder schnell getrocknet.

Während unser Auto in guten Händen war, besichtigten wir Isfahan.

Ein absolutes Muss für jeden Tourist ist der Emam Square. Dies ist der weltweit zweitgrößte Platz nach TianAnmen in Peking. Um ihn herum befinden sich ca. 200 Geschäfte, die zum Shoppen

einladen.

Die Masdjide- Jamee-Atiq, die vollkommene Antike Moschee. Diese 22000m² Moschee wird als Enzyklopädie der Architektur und Verzierungen angesehen, deren Schönheit und Einfachheit noch heute gut erhalten sind.

Iranische Mädchen müssen ab dem 9.ten Lebensjahr ein Kopftuch tragen.

Ein Innenhof der Moschee.

Der Ali-Qapu-Torpalast. Die Wände und Decken, sowie die Säulenhalle waren damals alle mit Wandmalereien und Stuckarbeit verziert.

Die Geschäfte um den Platz.

Teppiche aller Art und Größen.

Die Keramiken der einzelnen Moscheen beeindrucken durch ihre Farbenpracht und ihre Muster.

Im alten Iran spielte Zeit beim Bau einer Moschee keine Rolle. Wichtig war die Einzigartigkeit dieser .

….und wenn man dann bedenkt, dass dies alles Handarbeit ist, jede einzelne Fliese...

Auch bei der Arbeit dürfen die Frauen weder ihr Kopftuch ablegen noch kräftig die Ärmel hochkrempeln.

Es bedarf wohl sehr viel Geduld, eine ruhige Hand und ein gutes Auge, um Tage für Tag kleine Kunstwerke zu schaffen. Jedes Stück ein Unikat.

Die Khadju-Brücke ist ein Wunderwerk der iranischen Baukunst und wurde auf Befehl des König Abas dem 2ten 1650 erbaut. Die Brücke ist 133m lang und 12m breit und mit Kachelarbeiten in 7 verschiedenen Farben verziert. Diese Brücke besteht aus 21 Bögen und hat nicht nur die Funktion einer Brücke, sondern die eines Deiches und eines Staudamms zugleich.

Die Si-o-seh-pol Brücke (33 Bögen-Brücke), hat eine Länge von 300 und eine breite von 14m.

Die Vank-Kirche. 1655 nach Christus wurde diese Kirche an der Stelle eines Gebetshauses von 1606 errichtet.. Diese Kirche stellt eine Mischung aus der iranischen, armenischen und byzantinischen Baukunst dar.

Der Gebetsraum ist dekoriert mit Wandmalereien aus dem neuen Testament.

Fred on Tour

Isfahan bei Nacht, mit Blick vom Sofeh-Park.

Ahmed lud uns zum Abendessen zu seiner Familie in das Gartenhaus ein.

Auf dem Weg zu den Varzaneh-Dünen. Erst der Sandsturm, dann der Regen.

Die Varzaneh-Dünen.

Wüstenfeeling

Der kleine Kerl schaut recht mitgenommen aus.

Der Salt-Lake

.. einer geht noch, einer geht noch drauf...

auf dem Weg gen Süden schauten wir in Yazd vorbei.

Der Hauptplatz von Yazd.

Tower of Silence, ein Stück Geschichte am Rande der Stadt.

Ein Teil der alten Stadt mit Blick auf die Neue

Dieser alte Glauben besagt; gut Denken, gut Reden, gut Handeln.

Das nehmen wir uns für die nächsten Tage vor und werden schnell erkennen, wie schwer dies bei den iranischen Verkehrsverhalten ist.

Saubere Umwelt für alle, Euronorm Diesel 6 mit dem iranischen Diesel (Schwefelgehalt vom 5000ppm) ein utopischer Traum. Es stinkt abartig auf den Straßen.

Ladungssicherung im Iran heißt; Hauptsache es hält bis zum Ziel.

Und noch eine Shoppinggasse.

Naqsh-e-Rostam , Ruhestätten aus Stein. Dies sind vier, in den Fels geschlagene Gräber archämenidischer Großkönige. (erbaut ca. 500 vor Christus)

Persepolis, die einstige Hauptstadt des Archämenidenreiches und wir hatten das Vergnügen im strömenden Regen. Da sieht hier gleich alles ganz anders aus.

Durch den Regen kommen die Farbunterschiede des Gesteins allerdings gut zur Geltung.

.....und noch eine Moschee in Shiraz

...und noch mehr wirklich schöne Fließen/ Kachelarbeiten.

Burnout ist hier echt kein Thema.

...und wieder ein Basar (in Shiraz)

kurzer Rundblick in der Moschee in Shiraz

blau ist eine viel verwendete Farbe im Iran.

Gewürzpyramide

Der Strand von Busaher am Persischen Golf

Dromedar Herde, auf dem Weg nach Bandar Abas

Unser Eintritts Ticket auf Queshem- Island, welches wir bei der Rückfahrt zum Festland wieder abgeben mußten, das sagt einem nur niemand

Die Fährüberfahrt, wobei das Auffahren auf die Fähre schon ein Abenteuer war.

Die LKW- Fähre, welche wir für die Rückfahrt benutzt haben, da deren Laderampe wesentlich niedriger war.

...und während der Fährhelfer schrie ; go, go, go , schrie ich, stop, stop. stop. Denn wir saßen schon auf und hätten uns schier die hintere Stoßstange abgerissen, was den Fährhelfer Null interessierte.

Er war sauer, dass der Ausländer auf eine Frau hörte, statt auf ihn. Dass es hier allein um das Auto ging, hat er nicht begriffen. Nun ja, ist ja auch nicht seins. Letztendlich ging es mit Diskussionen und Unterlegen von dicken Tauen doch noch von der Fähre.

Auf Queshem -Island, eine kleine Insel im Süden des Iran, 100km lang, sehr warm und super zum Überwintern. Hier gibt es Mangroven,

wenig Einwohner und damit ruhige Strände

und neugierige Inselbewohner

die auch Nachts mal vorbei schauen

und gutmütige Wüstenbewohner, die auf Kundschaft warten.

Manchmal auch länger.

Eine Fahrt über die Insel.

Die häufigst gestellte Frage im Iran; Where are you from? und How are you? Damit ist dann die Konversation meist erschöpft.

Egal ob die Zeit runter läuft oder eine Sanduhr, alles besser als wenn nix passiert, denn so erscheint die Wartezeit kürzer.

Die Jugend im Iran möchte nicht verschleiert rum laufen. Sie möchten sich zeigen, wie alle Teenies auf der Welt. So passiert es eben heimlich, die Fotos mit wehenden Haar im Wind, ohne langen Kittel und figurbetont. Wer kann es ihnen verdenken?

Achtung Dromedar!

Baden? Natürlich dürfen Frauen auch baden, warum denn nicht? ABER!!! Nur verhüllt, damit sie die Männer nicht verführen! Tolle Sache bei über 40 Grad um dann die nassen Salzklamotten am Körper kleben zu haben. Das sind Gesetze, die Männer machen, die ihre Frauen lieben?

Achtung, Dromedar hat Vorfahrt.

Auch an Abschreckung wird gedacht, leider funktioniert diese genauso wenig, wie die vielen netten Bildchen auf den Zigarettenschachteln, die niemanden mehr interessieren.

Abendstimmung am Meer

ein weisses Dromedar. Ob es weiss bleibt?

Abendstimmung am westlichsten Punkt von Queshem.

Fischer beim Setzen neuer Reusen.

Zurück auf dem Festland und in der Lut-Wüste.

.....und der Weg wieder hinaus aus der Wüste

Bam eine alte Lehmstadt, neu restauriert, dankenswerterweise mit der Hilfe von Deutschland.

Auch damals wussten die Leute schon zu Leben und sich Annehmlichkeiten zu schaffen.

Die alte, heute noch bewohnte Oasenstadt Nayband,

kurz dahinter: Hot Springs. Da fährt man nicht vorbei, da fährt man hin, auch wenn man getrennt baden muss. Hier das Badebecken für die Frauen.

Nein, wir kommen aus Deutschland! Wie kommt der auf Dubai?

Dieses Nummernschild erklärt dann jedoch alles.

So schöne Vögel und ihre Flügel sind auch blau.

Zum iranischen Verkehr in Städten:

Es wird gedrängelt und an den unmöglichsten Stellen überholt. Vor einer Ampel quetschen sich so viele Autos nebeneinander, wie irgendwie passen, also so 7-8 sind keine Seltenheit, um sich nach der Ampel, natürlich mitten auf der Kreuzung wieder zusammen zu fädeln, was natürlich seine Zeit braucht, wobei die anderen Richtungen schon längst grün haben. Ebenso wird man noch links mit under in Zweierspuren überholt, obwohl man schon ganz links steht, blinkt und Abbiegen will. Will der Iraner selbst links abbiegen, ordnet er sich natürlich nicht links ein, sondern rechts, um dann quer durch alle anderen Spuren nach links zu ziehen. Aber wehe, wenn es zu einer leichten Kollision kommt, dann wird diskutiert, was das Zeug hält.

In dieser Region gibt es Nüsse über Nüsse.

Noch 3 Tage Iran und dann fahren wir nach Turkmenistan. Doch dann, unser Tank leckt und muss geschweißt werden. Zum Glück ist der Diesel hier billig. Für einen Liter Diesel müssen Ausländer übrigens doppelt so viel zahlen wie Einheimische (– die absolute Ausländerdiskriminierung Das sollte mal in Deutschland gemacht werden – ich höre schon die EU schimpfen).

Nach Schwarzmarktkurs zahlen Ausländer immerhin 9,5 EuroCent pro Liter Diesel und damit doppelt soviel wie Einheimische :)

Wir fahren nach Bodscnurd treffen Mohsen und er „hilft“ uns als Übersetzer weiter, jedoch nicht, ohne uns dabei kräftigst in die Tasche zu langen.

Ein alter W50 aus den IFA-Werk Ludwigsfelde, die DDR hatte früher einige an den befreundeten Iran geliefert.

Nachdem wir uns so oft gewünscht haben, andere Reisende zu treffen, treffen wir ausgerechnet an unserem letzten Tag im Iran Christian und Hanne mit ihrem MAN. Wir halten an, sitzen bei einem Kaffee und erzählen. Dabei rennt die Zeit und wir müssen weiter Richtung Grenze.

Von diesen netten Stunden zehren wir noch lange.

Wir schlafen direkt vor dem Grenzübergang, um für alles, was uns am nächsten Tag erwartet sehr viel Zeit zu haben. Auf nach Turkmenistan.

 
 
 
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