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2018-09-II Kurztrip in die Mongolei

  • Autorenbild: fred-on-discovery
    fred-on-discovery
  • 17. Sept. 2018
  • 4 Min. Lesezeit

Nach einem konfusen und unstrukturierten Grenzübergang erreichen wir

unseren ersten Stellplatz in der Mongolei kurz hinter Darkhan, der zweitgrößten Stadt in der Mongolei.

Campen ist hier überall möglich und so stellten wir uns in die Nähe eines Flusses.

Am Abend kamen dann noch Jannine und Fridoline zu uns, die wir schon in Osch in Kirgisistan getroffen hatten. So verbrachten wir bei recht angenehmen Temperaturen einen sehr netten Abend.

Unser weiterer Weg führte uns in die Hauptstadt Ulan Bator (oder Ulaan Bataar – nach neuer Schreibweise).

Hier fuhren wir zuerst zu Yakmobil, einer Werkstatt, die sich auf Umbauten von Unimogs mit Wohnkabinen spezialisiert hat.

Dort trafen wir neben Team „Günther“ das wir schon in Kirgistan und Kasachstan getroffen hatten, noch den schweizer Murmeltier-Express (www.marmottesontour.jimdo.com).

Dazu gesellte sich ein Pärchen aus Frankreich und wir verlebten zwei nette Abende.

Und auch Fred traf mit Pünktchen (ein schweizer Besatzungsmitglied) einen neuen Freund.

Auf dem Gelände von Yakmobil gab es drei Hundewelpen und es stand jedem offen, einem oder mehreren ein neues zu Hause zu bieten. Wir haben uns spontan in den kleinen Racker verliebt uns dann aber doch schweren Herzens gegen einen Hund entschieden.

Da es Samstag war und den ganzen Tag regnete, beschlossen wir, zusammen in das Stadtzentrum zu fahren und uns das Gangtangkloster anzusehen.(dieses Bild stammt von unserem zweiten Besuch in Ulan Bator, diesmal im Sonnenschein.)

So hielten wir kurzerhand einen Toyota Prius an,

dessen Fahrer (Erdembileg) uns zu sechst mitnahm.

Im Kloster selbst steht die größte

Buddhastatue der Mongolei über 2 Etagen.

Nachdem die notwendigen Arbeiten erledigt waren und wir

zusammen auf dem Firmengelände campten, zog es uns weiter

zur größten Dschingis Khan Statue des Landes. Diese 40 m hohe Statue ist komplett aus Edelstahl und höher als die Christus-Statue in Rio. Wir campten in unmittelbarer Nähe und

konnten die Statue so nachts hell erleuchtet sehen.

Am Morgen wurde die Statue von der Sonne frontal beleuchtet und es sah so aus, als käme Dschingis Khan aus dem Nebel geritten.

Wir fuhren weiter zum Gorkhi-Terelj Nationalpark, in dem neben

einer wunderschönen Landschaft

und vielen Wanderwegen

verschiedene Felsformationen stehen, wie zum Beispiel der Turtle Rock.

(Blick vom Turtle Rock)

In Jurten (Ger-Camps) kann man übernachten.

Am Ende des Tals schmiegt sich ein kleines Kloster an den Fels.

Der Zugang zu diesem Meditationszentrum ist mit buddhistischen Weisheiten gesäumt und

wird ab

und an

tierisch überwacht.

Nachdem man die Treppen überwunden hat,

zeigt sich ein schlichtes Eingangstor.

Innen ist es durch die Dachgaube erstaunlich hell und

die farbenfrohe Buddha-Statue kommt so schön zur Geltung.

Wir entdecken unzählige Gebetsbücher

und finden Buddhas Fußabdruck.

Vom Kloster hat man, wie so oft, einen herrlichen Blick und wenn man es umrundet kann man seine Wünsche

an den 108 Gebetsmühlen gen Himmel schicken.

Wir finden einen schönen Stellplatz am Fluss und bekommen auch gleich Besuch.

So sehen wir auf 1500m Höhe nicht nur Edelweiß in Hülle und Fülle,

sondern auch Mongolen, die ihre Kleinwagen auf den Pisten entlang und durch das Wasser prügeln.

Das meist gefahrene Auto in der Mongolei ist der Toyota Prius als Hybridfahrzeug. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Mongolei absolut modern ist, denn hier werden viele japanische Rechtslenker-Priuse, die so ab 7 Jahre alt sind und deren Batterien hier entsorgt werden sollten, bis zum bitteren Ende weiter gefahren. Letztendlich werden die Batterien, wie der gesamte Müll im Land, einfach verbrannt werden. Aber Japan hat dafür das Entsorgungsproblem gelöst.

Ein weiterer Nachteil der vielen Rechtslenkerautos ist, dass auf den wenigen asphaltierten Straßen in der Mongolei, die Autos beim Überholen so weit über die Mitte der Straße fahren, um etwas zu sehen, dass es so sehr häufig zu Unfällen kommt.

Am Abend genießen wir die Ruhe am Fluss.

Am nächsten Tag schauen wir uns die sehr modern wirkende Hauptstadt etwas genauer an.

Russische Denkmale für die Opfer des zweiten Weltkrieges sowie

buddhistische Statuen und

alte, also wirklich

sehr alte Klöster sowie

moderne Gebäuden prägen heute das Stadtbild im Zentrum.

Parken kann man ganz gut direkt im Gangtang-Kloster.

Von dort ist das Stadtzentrum gut zu Fuß zu erlaufen.

Neben einem Gedenkstein für die inoffizielle mongolische Nationalhymne und

einer Marco-Polo-Statue

finden wir den Blick um den Dschingis Khan Platz ganz interessant.

Diese Statue erinnert eher etwas an einen Nierentumor,

soll aber ein Andenken an den 11th ASEM Summit im Juli 2016 in Ulan Bator sein.

Neben der Friedensglocke, die jeder betätigen darf,

steht auch noch ein altes buddhistisches Kloster im Zentrum.

Dies dient heute als Museum.

Dass wir für die Mongolei nicht das richtige Fahrzeug haben, haben wir gewusst und so beschlossen wir,

möglichst auf den wenig asphaltierten Straßen zu bleiben. Wir wussten ebenso, dass wir dadurch einen Großteil der Mongolei nicht sehen werden, aber die Schonung des Autos war uns in dem Moment mehr wert, zumal die Mongolei nicht das Hauptziel dieser Reise sein sollte.

Trotzdem konnten wir auf einigermaßen guten Straßen die unendliche Weite des Landes

mit seinen vielen Tierherden bewundern und bis

zum Erdene-Zuu-Kloster fahren, welches in der Nähe der alten mongolischen Hauptstadt Karakorum (Karkhorin) liegt.

Vom alten Karakorum, das im 14. Jhd. vollständig zerstört wurde, sieht man nicht mehr viel, obwohl das deutsche archäologische Institut viel Forschungsarbeit betreibt. Am Interessantesten sind noch eine

der vier Schildkröten aus Granit und

eine Phallus-Statue, die in den 60-er Jahren beim Versuch der Umsetzung zerbrach.

Das Kloster wurde teils mit Steinen der alten Hauptstadt 1586 erbaut und stets erweitert.

Ende des 17. Jhd. wurde es von Mandschuren zerstört, später wieder aufgebaut und 1937 von mongolischen Truppen überwiegend gesprengt.

Anfang 1990 begann erst wieder ein kleiner Klosterbetrieb und von den ehemals 60 Tempeln innerhalb

der mit 102 Stupas umgebenen Mauer

waren gerade einmal 3 erhalten.

In ihnen befindet sich heute ein nettes Museum.

Andere wurden und werden weiter restauriert.

Die Mönche wohnen noch nicht wieder in der Anlage und

und kommen morgens zur Puja.

Wir besuchen die Sanddünen von Mongol Els,

wo Kameltreiber auf Kunden warten.

Auf dem Rückweg genießen wir nochmals die unendlichen mongolischen Weiten,

Anblicke schamanischer Gebetsstellen und

buddhistischer Chörten,

Statuen diverser Figuren.

Dann überrascht uns ein kurzer Starkregen

und wir werden an die Geschichte mit der Sinnflut erinnert. Kurz fragen wir uns, wo ist die Arche......

Welchen Auswirkungen solche Regengüsse auf Straßen und Brücken haben können, sehen wir dann später.

Uns überholt wieder einmal ein Teilnehmer der Mongolrally, die wir seit Kasachstan immer wieder sehen.

Den letzten schönen mongolischen Abend genießen wir kurz vor der russischen Grenze, bevor wir am nächsten Morgen die Mongolei auch schon wieder verlassen.

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