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2019-01-I Südzypern


Der Grenzübergang vom Nordteil zum Südteil der Insel ist mit eigenem Auto inzwischen problemlos möglich. Man kann sein Fahrzeug bis zu 3 Monaten zollfrei einführen.

Wir fahren direkt nach Larnaca zum Flughafen und holen Vivi ab. Sie wird über Weihnachten und Silvester bei uns sein.

Die erste Nacht auf der Südseite der Insel verbringen wir an diesem Salzsee, der zu dieser Zeit jedoch kaum Wasser hat und

und können gleich am Morgen diese Spiegelung bewundern.

Nun zu dritt besichtigen wir als erstes Larnaca und seine Promenade. Die Strände werden aufgeräumt, die Liegen sturmsicher verstaut. Das Wetter ist zwar noch sehr angenehm, aber der doch zwischenzeitlich frische Wind lädt nicht unbedingt zu langen Badevergnügen ein.

Der geflügelte Löwe an der Promenade in Larnaca ist nur ein Symbol für die ereignisreiche Geschichte Zyperns.

Die Lazarus-Kirche, nur wenige 100 m vom Meer entfernt stammt aus dem 9. Jahrhundert.

Genug von der Stadt geht es zu einer der schönsten Badebuchten, den Sea Caves am Kap Greco.

Das herrlich klare Wasser lädt zum Baden ein und sollte es doch einmal etwas zu kühl sein,

gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Nationalpark Kavo Greko zu Fuß zu erkunden,

die kleinen Echsen zu beobachten und

die fast zierlichen Blumen und ihren Duft zu bewundern.

Wir nutzen den Tag und wandern bis zur Korakas Bridge. Ein Touristenmagnet.

Der Besuch im Skulpturenpark in Agia Napa

und der Love Bridge bei Agia Napa sind ein Muss auf dem Südteil.

Am Nissi-Beach, dem wohl bekanntesten Strand der Südinsel, ist noch einiges los. Allgemein waren wir über die hohe Anzahl der Touristen Ende November auf Zypern sehr erstaunt.

Die archäologische Stätte von Kourion ist eine der eindrucksvollsten Fundstätte Zyperns. Sie zeigt die Reste eines Stadtkönigreiches und umfasst ein antikes Stadion, Bäder, Privathäuser, eine Basilika und etwas entfernt den Apollon-Tempel.

Unser Weg führt uns weiter zu "Petra tou Romiou". Hier an diesem Strand soll Aphrodite dem Meer entstiegen sein.

Weiter geht es nach Pafos, der in unseren Augen schönsten Stadt auf Zypern. Zwischen den Häusern versteckt, stehen die Überreste der Panagia Chysopolitissa, die man ebenso, wie die noch vorhandenen Mosaike kostenlos besichtigen kann.

Die Katakomben von Pafos sind jedem frei zugänglich,

hier die Agia Solomoni-Katakombe (eine Art Kirche).

Der archäologische Park Kato Pafos gehört seit 1980 zum UNESCO Weltkulturerbe und liegt direkt am Meer.

Hier gibt es die schönsten Mosaike im östlichen Mittelmeerraum zu besichtigen.

Diese Mosaike stammen aus Patrizierhäusern und schildern Szenen der griechischen Mythologie. Sie sind unglaublich detailliert und es braucht seine Zeit, alles in Ruhe zu betrachten.

Richtig beeindruckend wird wird der Besuch, wenn man diese großen Flächen sieht, die mit diesen winzigen Mosaiksteinchen ausgestaltet wurden. Ein unglaubliches Puzzle mit welcher Vorlage? Wie viele Menschen haben jeweils an solch einem Mosaik gearbeitet und über welch einen Zeitraum? Den ganzen Tag auf Knien und abends im Kerzenschein? Mit müden Augen und Rückenschmerzen? Eine solche Arbeit, heute unvorstellbar und unbezahlbar.

Die mittelalterliches Festung wurde in byzantinischer Zeit zum Schutz des Hafens von Pafos errichtet

Der Besuch der Königsgräber, auch in der Nähe von Pafos, ist ebenfalls lohnenswert.

So steigen wir hinab und hinein in die Grabanlagen und versetzen uns in alte Zeiten.

Das Wetter ist weiter gut und so wollen wir die Avakas Schlucht besuchen. Da der Weg durch die Schlucht entlang eines Bachbettes führt, ist es unabdinglich, dass es nicht regnet oder geregnet hat.

Der Wanderweg ist nur 4 km lang aber dafür recht reizvoll.

Man hat schnell nasse Füsse, wenn man nicht genau aufpasst, wohin man tritt oder wenn man einen wackeligen Stein erwischt.

Hier in der Umgebung der Avakas Schlucht haben wir einige der kleinen Rotkehlchen gesehen.

Die EDRO III, ein 1966 erbautes und 2011 vor der Küste Zypern verunglücktes Schiff, dient heute als Modelhintergrund für viele Brautpaare (wir könnten uns allerdings schönere Bildhintergründe vorstellen). Es ist weithin sichtbar, komplett ausgeschlachtet und rostet nun in dieser wirklich schönen Bucht vor sich hin.

Es geht weiter gen Westen, zum Bad der Aphrodite. Hier gibt es einen wilden Campingplatz, der ein sehr guter Ausgangspunkt für Wanderungen ist. Doch erst nutzten wir die Zeit für kleine Reparaturen.

Das Bad der Aphrodite wird dieser Teich in einer kleinen Grotte im Schatten eines uralten Feigenbaumes genannt. Hier soll Aphrodite gebadet und der Mythologie nach, Adonis kennengelernt haben.

Hier gibt es verschiedene Varianten von Art und Dauer der Wanderungen, entlang der Küste oder über den Berg. Wir genießen die Natur und

die Ausblicke.

Die Böden auf der Insel sind inzwischen durch den Regen in den letzten Tagen nass und schlammig . So nehmen unsere Absätze von Schritt zu Schritt zu und damit auch das Gefühl, auf Plateau-Sohlen zu laufen.

Der Abend war fast windstill und so genossen wir den Sternenhimmel bei einem Lagerfeuer.

Der nächste Morgen überrascht uns mit viel Sonnenschein und Wärme und wir frühstücken mal wieder draußen.

Als nächstes wollen wir nach Nicosia und so nehmen wir die Straße durch das Troodos Gebirge. Dort gibt es viele kleine Dörfer

mit engen Gassen, so dass uns manchmal ganz mulmig wird mit unserem Auto.

Wir kommen am Kykko-Kloster vorbei. Es ist das reichste und bekannteste Kloster Zyperns. Es beinhaltet ein Museum, dessen Sammlung einen unschätzbaren Wert an Ikonen, Handschriften, liturgischen Geräten und antiken Fundstücken aus dem Klosterbesitz aufweist.

Die Lambadistis Kirche aus dem Jahr 1731 in Kalopanagiotis Dorf vereinigt drei Kapellen unter ihrem Satteldach. Von außen schaut das Ganze aus, als käme man auf einen Bauernhof. Die Kirchen als Scheunen zu tarnen, geschah, um sie vor Zerstörungen der vielen nichtchristlichen Eroberer Zyperns zu schützen.

Auch die Archangelos-Michael-Kirche in Pedoulas aus dem Jahre 1474 weist das typische Scheunendach der Kirchen aus dem Troodos-Gebirge auf.

Innen ist sie bis in den letzten Winkel bemalt und einfach wunderschön.

In Nicosia angekommen, schauen wir uns etwas um und entdecken den Glasmann.

So beginnen wir unseren Stadtrundgang innerhalb der alten Festungsmauer.

Wir sind in Nicosia auf dem griechischen Teil und überqueren hier in der Haupteinkaufsstraße die Grenze zum türkisch besetzten Teil. Das geht schnell und ohne Probleme.

Büyük Han wurde zwischen 1576/77 als Herberge für reisende Kaufleute gebaut. Im Obergeschoss befanden sich 68 Räume mit eigenem Kamin für die Übernachtung der Kaufleute, während im Untergeschoss die Waren und Tiere untergebracht wurden. Im Innenhof befindet sich eine kleine Moschee. Heute laden Geschäfte und Restaurants zum Verweilen ein.

Der Samanbache Quarter ist das erste soziale Hausbauprojekt auf Zypern und entstand zwischen 1918 und 1925. Hier wurden ca. 70 Häuser in Form eines Quarters gebaut und in die Mitte eine Wasserversorgung. (Das Trinkwasser kam aus einer Art Brunnen).

Die Sophienkathdrale ist die größte gotische Kirche auf Zypern und wurde 1209 erbaut. Dann kamen die Osmanen und setzten zwei Minarette auf die bis dahin unvollendeten Türme. Somit war sie nun eine Moschee, die heute den Namen Sultan Selim 2 trägt.

Das Girne -Tor, einer von drei leicht zu verteidigenden Durchlässen durch die Mauer, die einst ganz Nicosia umschloss. Durch den zunehmenden Autoverkehr wurde 1931 auf beiden Seiten des Tores der Wall abgetragen und eine Straße verlegt. Somit steht das Girne-Tor heute auf einer Verkehrsinsel.

Wir fahren zurück zum Golden Beach. Dort hat sich die Situation durch den in diesem Jahr ungewöhnlich vielen Regen nicht wirklich verbessert.

Aber das Wetter ist schön und so beschließen wir zu bleiben. Wir stehen nicht lange, da kommt auch schon unser "alter" Freund und wird natürlich gleich bewirtet.

Auch sein Freund stößt schnell wieder dazu und schon sind wir alle ausgiebig beschäftigt.

"Buddy" wie wir ihn rufen, ist halt ein richtiger Familienhund, der jegliche Aufmerksamkeit voll und ganz genießt.

Während sein Freund unermüdlich am Kämpfen und Raufen interessiert ist.

Der Morgen des letzten Tages des Jahres 2018 begrüsst uns mit fantastischen Sonnenschein.

So ist es erstaunlich windstill an diesem Tag, das Meer ist noch einigermaßen warm und wir beschließen baden zu gehen. Dabei sind wir echt überrascht, als Buddy sich uns anschließt.

Bis in den Abend bleibt das Wetter gut und so nutzen wir unser letztes Holz um noch einmal ein Lagerfeuer zu machen. Knaller und Raketen gibt es hier nicht, dafür

Würstchen, frisches Olivenbrot, Salat und Glühwein.

In den ersten Morgenstunden des Jahres 2019 begann es wieder heftig zu regnen und nun steht fast alles unter Wasser. So beschließen wir "Buddy" und den Golden Beach endgültig zu verlassen .

Das wiederum erweist sich dann doch nicht als ganz so einfach.

Der Boden ist so aufgeweicht, dass an ein einfaches Wegfahren nicht zu denken ist. Doch wir haben ja nun Übung

und so brauchen wir knapp 30 min, um wieder frei zu kommen. Uns kam zugute, dass es sich hier auf dem erhöhten Stellplatz, um Sandboden handelte und nicht, wie beim letzten Mal, um Lehm.

Die Rückfahrt vom nordöstlichsten Zipfel der Insel gestaltete sich dann recht interessant, da wir nicht damit gerechnet hatten, dass es doch so viel geregnet hat.

Wir haben von verschiedenen Inselbewohnern (Nord wie Südseite) erfahren, dass sie sich über den Regen freuen, da die Insel das Wasser braucht. Solche Wassermassen wie hier, dürften aber nicht gemeint sein.

So kämpft man in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit Schneemassen und wir hier mit dem Regen.

Doch nach Regen kommt irgendwann auch wieder Sonnenschein und in der Zwischenzeit schauen wir uns weitere archäologische Ausgrabungen an und beschäftigen uns mit Spekulationen, wie wohl die Einwohner dieser Städte mit solchen Schlechtwetterperioden umgegangen sind. (Ohne Regenjacken, Fleecepullis und Gummistiefeln.)

Salamis, der Name dieser antiken Stadt, konnte mit einem Theater, einer Basilika, Schwimmbecken,Thermen und einem Gymnasium aufwarten. Natürlich gab es auch Wohnhäuser, allerdings ist von diesen nicht mehr viel übrig.

Dafür findet man noch vereinzelt Malereien.

In der Nähe von Larnaca besuchen wir den Venezien-Tower. Ein Überrest aus der venezianischen Besetzung Zyperns.

Wir verbringen unsere Zeit mit ausgedehnten Spaziergängen am Meer.

und werden wieder einmal Zeuge des weltweit unverantwortlichen Umgangs mit Plastik-Müll und dessen Folgen.

Wir sind zurück in Larnaca bei schönsten Sonnenschein, um Vivi zum Flughafen zu bringen. So schnell ist die Zeit vergangen.

Wir gehen nochmal am Salzsee, der nun gut mit Wasser gefüllt ist, spazieren, vorbei an der Hala Sultan Tekke Moschee

und beobachten die vielen Flamingos, die sich jährlich hier einfinden.

Sie sind schön anzusehen, auch wenn sie etwas grimmig dreinschauen.

...und einer mal nicht in rosa heute.

So sind wir nun wieder zu zweit und weiter geht es. Den eigentlichen Plan, gleich in die Türkei überzusetzen, verwerfen wir, als wir die Wettervorhersagen anschauen.

Hier regnet und stürmt es zwar auch ab und zu, aber es ist immer sofort wieder angenehm warm, sobald die Sonne heraus kommt.

So genießen wir noch das angenehme Wetter bevor wir uns dann doch langsam Richtung Fähre aufmachen.

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