

Goodbye Cyprus.......

Die Fähre geht wieder nur über Nacht. Warum tagsüber keine fährt, bringen wir nicht in Erfahrung. So stellen wir uns an und warten bis wir verladen werden. Die Überraschung ist groß und für uns sehr angenehm als wir sehen, dass wir mit dem 50-Tonnen Lift auf das Oberdeck verladen werden.

So können wir bei frischer Luft im Auto schlafen.

Von Tasucu geht es immer am Meer entlang Richtung Side.

Auf dem Weg besichtigen wir noch die Gilinire-Höhle, die direkt in den Klippen liegt. Der freundliche Mann am Ticketschalter sprach leider kein englisch und versuchte uns zu erklären, dass wir mit unseren Sachen so nicht in die Höhle können. Also gingen wir zurück und holten erst einmal warme Sachen.

Nachdem wir die vielen Treppen zur Höhle hinunter gestiegen waren, staunten wir nicht schlecht, als uns kurz nach dem Eingang eine halbnackte Familie entgegen kam. Tatsächlich war es nicht, wie wir dachten, extrem kalt, sondern extrem warm in der Höhle und wir hatten nun eine Menge Sachen zu tragen.

Auf dem Weg Richtung Westen war dann in Alanya noch eine kleine Wartung incl. Ventileinstellung fällig.

Auch wenn die kleinen Werkstätten hier nicht unbedingt so arbeiten wie in Deutschland und die Wörter Ordnung, Sauberkeit und Umweltschutz hier niemand zu kennen scheint,

leisten sie doch gute Arbeit.

In Side auf dem Campingplatz angekommen, sind wir erstaunt über die Fülle an Touristen. Immerhin 3 Camper stehen schon hier (alles Deutsche). Letztes Jahr waren wir hier noch die Einzigen. Doch die Lage des Platzes sowie das Preis-/Leistungsverhältnis machen diesen Platz sehr attraktiv.

Wir nutzen die Zeit hier für lange Strandspaziergänge,

Fahrten in die Stadt Manavgat, um die Touristen- sowie die Obst- und Gemüsemärkte zu besuchen, Wäsche zu waschen und zum Informationsaustausch mit den anderen Campern.

Die Partyschiffe stehen noch auf dem Trockenen und werden so langsam wieder auf den Touristenansturm vorbereitet.

Das Wetter ist fantastisch als wir nach Antalya kommen und lässt auf einen frühen Frühling hoffen, auch wenn die Berge noch dick mit Schnee bedeckt sind.

Die extremen Stürme, die im Januar und Februar sowohl im Raum Antalya und entlang der Küste starke Schäden an den Gewächshäusern verursacht haben, sind nun vorüber und vieles ist schon wieder repariert.

Hinter Patara haben wir einen schönen Platz für die Nacht gefunden und genießen dort noch die letzten Sonnenstrahlen. Gegen 22:00 Uhr kam dann die Polizei, um uns zu informieren, dass wir dort nachts nicht stehen dürfen. Auf die Frage, wo wir denn dürften, eskortierten sie uns mit Blaulicht zurück zur Hauptstraße und wollten uns dort abstellen. In der Dunkelheit war nicht viel zu sehen und mein Protest gegen diesen Platz nicht zu überhören. So konnten wir die immerhin 6 Mann starke Besatzung des Einsatzwagens dazu bewegen, uns einen etwas abgelegeneren Picknickplatz zu suchen. Da wir keine Zusatzrückfahrscheinwerfer haben und das Standardrückfahrlicht sehr bescheiden ist, haben Sie uns mit ihren "extrem hellen" Handytaschenlampen den Weg beim rückwärts einparken beleuchtet. Nachdem alle mit der neuen Situation zufrieden waren, haben sie sich dann auch sehr schnell und sehr freundlich verabschiedet.

Unser Ziel war nun der Köycegiz-See, an dem es heiße Quellen geben soll.

Wir fahren verschiedene Stellen am See an und finden einige schöne Wege für Spaziergänge.

Dann sind wir an den Quellen. Diese wurden in den letzten Jahren ausgebaut und unter diesen Kuppeln versteckt.

Diese schützen zwar vor Regen, bringen aber einen unangenehm lauten Schall im Inneren, der selbst flüstern als Schrei wiedergibt und auch eine unangenehm stehende Luft, die das Atmen erschwert.

So nutzten wir nur das Außenbecken und bleiben auch im angenehm warmen Wasser als der nächste Regenschauer über uns zieht.

Durch den vielen Regen der letzten Wochen (laut eines Gemüsehändlers hat es seit Dezember so viel geregnet, wie in den letzten 12 Jahren zusammen nicht), ist selbst der See über seine Ufer getreten und das "Abkühlbecken" als solches schon kaum noch zu erkennen.

Weiter geht es nach Mamaris und nun haben wir auch wieder schöneres Wetter.

So bummeln wir durch die Gassen der Altstadt und haben diese wieder einmal fast für uns allein.

Der Blick auf einen Teil der Marina von Mamaris.

Von Mamaris fahren wir nach Datcha, da von dort aus Fähren nach Bodrum fahren. Auf diesem Weg könnten wir über 200 km Landweg sparen. Doch die Fähre hat einen Winterfahrplan und fährt nicht täglich und ist außerdem noch extrem teuer. Dann eben doch der Landweg.

Die Einfahrt nach Bodrum wird von Hotelanlagen gesäumt.

Die Stadt selbst liegt am Hang und hat nur wenige breite Hauptstrassen. Wir haben hier eine Verabredung mit unseren Reisefreunden Janine und Fridolin, die sich ein Häuschen in den Mandarienengärten gemietet haben. Es bleibt spannend, ob wir durch die engen Gassen bis dahin vordringen können.

Gefunden und geschafft. Die beiden haben in der Zeit einen Ofen gebaut und schon ordentlich eingeheizt, denn wir wollen Pizza machen.

Die Pizza ist dann auch super gelungen, genau wie der gesamte Abend, der morgens halb fünf endete. Denn es gab unglaublich viel zu erzählen, nach neun Monaten Reise auf den ähnlichen und doch auch ganz unterschiedlichen Wegen.

Bodrum hat viele schöne Buchten und jede hat ihren ganz eigenen Charm.

Wir nutzen den nächsten Tag für eine kurze Wanderung auf einer Halbinsel vor Bodrum, bevor wir uns schon wieder von den beiden verabschieden und weiter fahren.

In Izmir, unserem nächsten Ziel, finden wir einen Parkplatz an einem großen Stadtpark, der eher einem Campingplatz ähnelt als einem Parkplatz. Nicht nur Wohnwagen sind hier abgestellt, sondern auch Wohnmobile und viele sind von Einheimischen bewohnt.

Wir erkunden die nahe gelegene Lagune auf der einen

und den relativ großen Park auf der anderen Seite. Hier haben wir Papageien gesehen, denen die nächtlich kühlen Temperaturen nichts auszumachen scheinen.

In der Türkei sind die Strassenhunde an der gesamten Küste gechipt und werden regelmäßig gefüttert.

Der Wetterbericht hat kühleres Wetter voraus gesagt. Doch was wir am Morgen vorfanden, hatten wir nicht erwartet.

Statt Sonne und Strand gibt es jetzt Schnee und Strand. Solange die Heizung funktioniert, soll uns dies nicht weiter stören. Doch stellt sich nun langsam ernsthaft die Frage, durch welche Länder uns unser Rückweg nach Deutschland führen soll. Wovon wollen wir dies abhängig machen? Vom Wetter? Oder doch lieber vom Erkunden unbekannter Länder, egal bei welchem Wetter?

Da wir am Wetter eh nix ändern können, nehmen wir es hin und setzten langsam unsere Tour fort.

So kommen wir nach Alexandria Tropolis, einer Ruinenstadt.

Wegen des mittlerweile pitschnassen Schnees fällt die Besichtigung jedoch recht kurz aus.

Der Schnee ist mittlerweile getaut und wir fahren an heißen Quellen vorbei. So sehr wir auch suchen, wir finden kein Badebecken oder eine Möglichkeit, dieses Wasser zu genießen. Leider sind diese Quellen nicht erschlossen und um selbst Badebecken auszuheben, fehlt uns die Zeit.

Wir fahren weiter und sehen viele Möwen. Doch hier in dieser Gegend? Dann kommen wir näher und es ist eine Müllhalde, von der der Müll in Form von Plastiktüten flieht.

Das Müllproblem ist wohl mittlerweile jedem bekannt und auch überall anzutreffen.
Um so größer ist immer wieder unser Erstaunen über die Ignoranz der Menschheit, etwas dagegen zu tun. Und sei es einfach nur, das Bonbonpapier, den Kaffeebecher, die Wasserflasche, die Zigarettenkippe zum nächsten Mülleimer zu tragen, statt einfach fallen zu lassen.
Wenn dann von staatlicher Seite noch so mit dem Müll umgegangen wird, wundert einen aber auch gar nichts mehr.
Nach wie vor scheint ein Großteil unserer Zeitgenossen und Regierungen zu glauben, es reicht, wenn andere etwas tun.

Wir kommen nach Chanakkale. Und wie in vielen türkischen Städten ist auch hier eine neue, große Moschee im Bau.
Von hier aus wollen wir mit der Fähre über die Dardanellen übersetzen.

Der Fährhafen von Chanakkale. Der Fährbetrieb ist klein und zügig aber vor allem problemlos.

Feste Fahrzeiten scheint es nicht zu geben. Gefahren wird, wenn die Fähre voll ist und dies dauert nie wirklich lange.

Mit der Fährüberfahrt verlassen wir auch den asiatischen Kontinent und sind nun offiziell wieder zurück in Europa.

Ein letzter Blick auf den asiatischen Teil der Türkei.

So bleiben wir an der Küste des Marmara-Meers und schauen uns dort um. Auch hier gibt es nette Ferienorte, die allerdings wohl weniger mitteleuropäische Gäste anziehen.

So gehört wohl auch Serenköy zu einen dieser Orte, die jährlich Winterschlaf begehen und ab Mai oder Juni zur Sommerresidenz vieler einheimischer Urlauber werden.

In Serenköy gibt es eine Meerjungfrau, jedoch scheint sie im Gegenteil zu ihrer Schwester aus Kopenhagen, kaum einer zu kennen.

Unsere letzte Nacht am Marmara-Meer verbringen wir in Teriklag an der Marina. Danach geht es ein Stück in die Berge und Richtung Grenze.

Teriklag ist eine überraschend große Stadt und wir nehmen uns die Zeit, für einen Stadtbummel. Es ist viel Verkehr, wie überall und auch sonst unterscheidet sich sie sich nicht, von all den anderen.

Für unsere letzte Übernachtung in der Türkei finden wir einen schönen Platz in einer weitläufigen Picknick-Area und bekommen zum Abschied nochmal eine Demonstration im türkischen Umweltmanagement.

Nach einer erholsamen Nacht geht es auf nach Bulgaristan.