
Am 1. März verlassen wir die Türkei und sind nun, nach 17 Monaten zurück in der EU. Ein schönes Gefühl. Gerade auch nach der eben erlebten Grenzkontrolle der Türken. Wir erwischten einen Beamten, der sich durch eine unglaubliche Aggressivität uns gegenüber auszeichnete. So etwas haben wir bei all den bisher überschrittenen Grenzen noch nie erlebt. Er hat wohl gedacht, wir sind schwerhörig und brüllte die ganze Zeit nur herum. Die Kontrolle im Auto hätte er am liebsten ohne uns durchgeführt. Doch so etwas können wir nicht zulassen. Er behandelte unsere Sachen (Schranktüren, Griffe und Dinge, die wir auspacken mussten) mit einer unglaublichen Respektlosigkeit. Wir sind schon davon ausgegangen, dass wir einige Schäden am Auto und an unserem Hab und Gut zu beklagen hätten. Das dem dann doch nicht so war, war wohl unglaubliches Glück. Nach der Kontrolle durch diesen Beamten wurde das Auto gescannt und dann nochmals gründlich von ihm und einem weiteren Beamten durchsucht. Was immer "Mann" auch gesucht hat, er hat zumindest nichts gefunden. Zum Abschluss dieses Procedere mussten wir zwei DIN A4 Seiten unterschreiben. Eine auf englisch, knapp 7 Zeilen mit Autokennzeichen und Name des Eigentümers und eine auf türkisch ca. 20 Zeilen. Er behauptete, auf beiden Blättern stünde dasselbe. Rein optisch waren es definitiv zwei grundverschiedene Schreiben. Unsere Skepsis war groß, doch diskutieren nutzte nix, ohne diese Unterschrift kein Rauskommen aus der Türkei. Aber mit Gelassenheit erträgt man auch solche Zeitgenossen und so fuhren wir sehr zügig in den Grenzbereich Bulgariens.

In Bulgarien besteht Mautpflicht und so bezahlten wir nach einer unkomplizierten Einreise, an einem bereitgestellten Automaten unsere Straßenbenutzungsgebühr. Diese Automaten sind vielsprachig und selbsterklärend . Trotzdem kam sofort ein Beamter und bot seine Hilfe an.

Über Burgas fuhren wir zurück an die türkische Grenze, um von dort aus an der Küste entlang bis nach Rumänien zu fahren. Rezovo ist der erste Ort nach der Grenze. Sehr klein und sehr ruhig.

Wir besuchen den süd-östlichsten Punkt des EU-Festlandes mit Blick in de Türkei.

Langsam arbeiten wir uns die Küstenstraße entlang zurück Richtung Burgas. Südlich von Sozopol genießen wir den Nachmittag an einem tollen Strand.

Sozopol ist ein Touristenstädtchen, das zur Zeit wie ausgekehrt wirkt.

So haben wir alle Sehenswürdigkeiten für uns und können diese ungestört besichtigen.

Die Altstadt von Sozopol ist eng und urig .

Um Burgas herum gibt es Salzseen, welche noch heute zur Salzproduktion genutzt werden. So tuckert eine kleine Bahn um den See und bringt die Errungenschaft zur Weiterverarbeitung.

Wir besichtigen Burgas . Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Viele Wohnblöcke sehen noch aus wie zu sozialistischen Zeiten.

Der alte Bahnhof von Burgas wurde innen wie außen renoviert und ist ein echtes Schmuckstück.

Die kleine armenische Kirche liegt zwar direkt am Marktplatz, ist jedoch auf den ersten Blick nicht zu sehen.

Der sozialistische Stolz von Burgas. Das Hotel, welches auf fast jeder Postkarte zu finden ist, steht nun leer mitten in der Stadt.

Der Marktplatz.

Wir finden ein Kriegsdenkmal mitten in der Stadt und darauf den "sozialistischen Bruderkuss". (links im Bild)

Von Burgas aus geht es weiter nach Nesebar. Die Halbinsel, auf der sich die Altstadt befindet, ist ca. 850m lang und 350m breit und gehört seit 1983 zum UNESCO Weltkulturerbe.

Gleich am Beginn der kleinen Halbinsel befindet sich dieses Schaubild der Halbinsel.

Die alten Häuschen sind liebevoll renoviert und ein Bummel durch die engen Gassen ist wirklich lohnenswert.

Wieder sind wir fast allein

und es gibt überall etwas zu entdecken.

So schöne Häuser.

Die Außenwände der Kirche der Heiligen Mutter Gottes zieren kirchliche Würdenträger.

Die Kirche Sveti Stefan aus dem 10. Jahrhundert ist mit wunderschönen Wandmalereien ausgestattet.

Wir verbringen eine Nacht am Hafen von Nesebar,

wir beobachten die Möwen in der untergehenden Sonne

und diese beobachten uns.

Auf der Küstenstraße nach Varna haben wir kurz das Gefühl, uns verfahren zu haben. Woher kommt hier in Bulgarien ein deutsches Schild?
Lange beschäftigt uns dieser Gedanke allerdings nicht,

denn kurz danach lässt sich das Auto kaum noch lenken und wir sind damit beschäftigt einen platten Reifen zu wechseln.

Wir fahren nach


Dort beginnen wir unsere Stadtbesichtigung am Strand und finden hinter einer großen Sport- und Freizeitanlage diesen witzigen Brunnen.

Der Stadtstrand ist weitläufig und lockt mit den ersten Sonnenstrahlen auch die ersten Besucher an den Strand.

Die Oper von Varna.

Die Kirche St. Nikolai , erbaut 1859.

Die Mutter Gottes Kathedrale ist die größte Kirche in der Stadt.

Und auch im Glanz nächtlicher Lichter ein Prunkstück.

Ausgrabungen in der Nähe des Hafens.

Nach so viel Stadt ist uns nach mehr Ruhe und wir fahren ins Hinterland. Lisi Vrah ist ein kleines Dorf und für die nächsten Tage unser Ziel.

Wir fahren in den kleinen Ort und wollen für 4 Tage HomeStay probieren.

So landen wir im Haus von Tracey. Sie ist Schottin, hat dieses Haus gekauft und renoviert und lebt nun hier.

Mit im Haus lebt zur Zeit Tinker. Er ist 6 Monate alt und unglaublich verspielt.

Die Küche

Im Wohnraum brannte die ganze Zeit der Bollerofen und so war es schön warm. Denn auch wenn die Sonne scheint, die Luft ist noch echt kalt.

Wir genossen den Nachmittag in der Ruhe auf dem windstillen Balkon.

Hier im Ort stehen viele Häuser zum Verkauf. Die meisten sind dem Verfall preisgegeben. Wer also noch preiswert ein renovierungsbedürftiges Haus mit großem Grundstück sucht, kann in Bulgarien gut fündig werden.

Unsere Tour geht weiter nach Shumen. Dort steht ein riesiges Denkmal auf dem Berg.

Wir kämpfen uns die enge Straße hinauf und als wir endlich oben sind, hat es geschlossen.

So versuchen wir es mit der nächsten Sehenswürdigkeit und fahren nach Madara.

Der Reiter von Madara, die eigentliche Sehenswürdigkeit, liegt 23m hoch im Fels, an einer ca. 100m hohen Felswand und ist von unten aus nur schwer zu erkennen. Die Darstellung soll einen Reiter zeigen, der gerade einen Löwen erlegt hat. Ihm folgt sein Hund.

Doch Madara hat noch mehr zu bieten. So kann man die Felswand über alte Steintreppen erklimmen und

und auf dessem Gipfel die Reste eines alten Forts besichtigen. Der Blick bei schönem Wetter ist fantastisch.

Aber auch am Fuße der Felswand gibt es einiges zu bestaunen. Zum Beispiel Wohnhöhlen

und eine Felsenkirche.

Auf dem Rückweg nach Varna haben wir immer mehr das Gefühl, das Auto schwimmt. So suchen wir eine Werkstatt auf und sind doch überrascht, als man uns mitteilte, die Reparatur der defekten Stabilisatoren und gerissenen Gummimanschetten bräuchte mindestens eine Woche.

So buchen wir nach langer erfolgloser Suche im Internet ein Apartment in dieser Anlage, vor den Toren Varnas. Als wir hier ankommen, stellen wir fest, wir sind hier fast alleine. Es ist schon ein sehr eigenartiges Gefühl, nach 22 Monaten im Auto, nun plötzlich ganz ohne dieses zu sein.

So verbringen wir die Zeit mit Spaziergängen am Strand, und genießen den Frühling, die warme Sonne und den kalten Wind.

Mit dem Bus geht es nach Varna und in den dortigen Stadtpark,

der verschiedene Themen aufweist, so wie hier die Erinnerung an alle sozialistischen Kosmonauten - hier Juri Gagarin.

Als wir am Wochenende das Auto abholen wollen, ist es noch nicht fertig.

Diese Teile wurden schon mal ausgetauscht. Jetzt sind es nur noch Kleinigkeiten. Hoffen wir auf nächste Woche......
Gerade noch rechtzeitig war dann das Auto fertig, um mit ihm Vivi vom Flughafen abzuholen. Sie wird uns nun wieder ein Stück begleiten.

Wir fahren zum Steinwald.


Hier herum zu spazieren macht echt Spaß.

Das höchste Gebilde ist 7m hoch.

Insgesamt wirkt dieser ganze Bereich etwas unwirklich.

Der Schlosspark von Baltschik trägt den Namen "Stilles Nest"und umfasst einen Palast, eine Kapelle und einen Botanischen Garten.
Die Anlage wurde zwischen 1926 und 1937 für die Königin Marie von Rumänien errichtet. Zu dieser Zeit befand sich das Gebiet unter rumänischer Kontrolle.

Zum Komplex gehören weiterhin verschiedene Gebäude sowie ein Weingut.

Nur wenige Kilometer weiter befindet sich das Kap Kaliakra. Hier soll es Robben und Delphine geben. Leider haben wir von beiden nichts gesehen.

Dafür haben wir hier die Reste eines alten Forts besichtigt.

Wir suchen uns ein schönes Plätzchen zum Mittagessen und

machen einen kurzen Spaziergang durch die frühlingshafte Natur.

So schön, überall auf den Wiesen, die verschiedenen Farben der Blumen.

Wir sind schon länger als ursprünglich geplant in Bulgarien, doch die Zeit rennt und wir wollten doch noch sooooooo viel sehen.

Deshalb ist dies der letzte Abend in Bulgarien und wir verbringen ihn an diesem schönen menschenleeren Strand.
Weiter gehts nach Rumänien.