top of page

2019-04-II Ukraine

Unsere Einreise in die Ukraine war mit vielen Fragezeichen versehen. Denn wer auf die Krim fährt ohne außerordentliche Genehmigung seitens der Ukraine, begeht einen illegalen Grenzübertritt und darf dann nicht mehr in die Ukraine einreisen oder hat mit anderen strafrechtlichen Maßnahmen zu rechnen. Wir dachten, wir probieren es einfach mal und hatten keinerlei Probleme. Wahrscheinlich wird es gar nicht mehr sooo eng gesehen.

Die Passkontrolle war schnell erledigt, nur das Auto und sein Inhalt wurden etwas genauer unter die Lupe genommen. Alles in allem waren wir nach knapp 30 min. in die Ukraine eingereist.

Unser erstes Ziel war Odessa und die Straßen dahin einigermaßen in Ordnung. Die Dörfer, ähnlich wie in Rumänien und alles recht sauber.

Die Einfahrt in die Stadt begrüßt uns mit schön renovierten Häusern und einer wirklich schönen Kathedrale.

Als erstes fahren wir natürlich zum Strand. Somit haben wir das Schwarze Meer punktuell zu 75% umrundet. Das wäre sicher eine sehr schöne und lohnende Tour, einmal mit dem Wohnmobil rund ums Schwarze Meer. Leider zur Zeit aus politischen Gründen sehr schwierig.

So lassen wir das Auto am Strand stehen und fahren mit dem Bus in die Stadt. Wir besichtigen zuerst die Spaso-Preobrazhenskiy Cathedrale.

Das Innere dieser Kathedrale erinnert eher an ein Schloss als an eine Gebetsstätte.

Fürst Michail Semjonowitsch Woronzow gest. 1856, war ein russischer Offizier und Politiker. Sein Denkmal liegt sehr zentral.

Weiter ging es zum Opernhaus

und von da hinab zum Primorski Boulevard.

Die Potemkin Treppen verbinden die Innenstadt mit dem Hafen und sind durch den Film " Panzerkreuzer Potemkin " von 1925 zu den wohl berühmtesten Freitreppen geworden. Wer nicht so gut zu Fuß ist, nimmt einfach die einzige Standseilbahn der Stadt, die direkt neben der Treppe verläuft.

Wer die Treppen erstiegen hat und auf dem Plateau angekommen ist, wird hier von duc de Richelieu begrüsst, der ab 1803 der erste Gouverneur von Odessa war.

Am oberen Ende der Straße trifft man auf dieses Denkmal, mit der Skulptur von Kaiserin Katharina der Zweiten. Sie ist die Begründerin der Stadt Odessa.

Das Haus mit Atlanten befindet sich im historischen Teil von Odessa und zählt zu den Topp-4 der schönsten Gebäude der Stadt.

Andere Gebäude besitzen sicher nicht solch einen Ruf, können sich aber durchaus auch sehen lassen.

Das alte Theaterhaus von Odessa.

Zurück am Strand sehen wir eine Werbung für ein Erholungsheim. Die zum Meer zu gewanden Seite dieses Erholungsobjektes, wirkte für uns jedoch eher wie ein Gefängnis- man beachte, die Waschbecken außen.

Wir verlassen Odessa und steuern Kiew an. Die Straßen sind mal besser und mal schlechter, dafür wird für Abwechslung am Straßenrand gesorgt.

auf die eine (ein Fasan) oder

andere Weise.

Nach etlichen Stunden Fahrt erreichen wir Kiew.

Kiew begrüßt uns mit Altem, Neuem, Hässlichem (die Baracken vor der Kirche) und auch Schönem.

Mir fällt sofort die St. Andreas Kirche ins Auge, auch wenn das Wetter sehr dunstig ist.

Wir stellen unser Auto auf einer der Dnjepr-Inseln ab und nutzen den Tag für einen ausgedehnten Spaziergang. Wie in allen ex-russischen Ländern finden sich überall an den Flüssen jede Menge Angler.

Wir sind nicht die Einzigen, die die Sonne genießen.

Am nächsten Tag nehmen wir die Metro in die Stadt.

Am Maidan Platz steigen wir aus und wollen die Treppe nehmen, doch die gibt es hier nicht. Hier gibt es nur Rolltreppen und diese sind schier endlos. Kiew besitzt die tiefste U-Bahn Station der Welt. Diese befindet sich am U-Bahnhof Arsenala und ist 105,5m tief.

Der Maidan Platz, der zentrale Platz in Kiew mit dem Unabhängigkeitsdenkmal.

Unter dem Platz befindet sich die U-Bahn sowie ein Einkaufszentrum. Zur Zeit gibt es um die Freiheitsstatue eine Ausstellung zur Erinnerung der vielen Opfer, die es bei jeder Demonstration auf dem Maidan-Platz gegeben hat. 2013 und 2014 fanden hier die sogenannten Euromaidan-Proteste statt.

Das Ljadski- Tor ist ein 2001 erbautes Denkmal und erinnert an das im Mittelalter an dieser Stelle gefundene süd-östliche Stadttor, bei dem der Weg zum Höhlenkloster begann.

Das Weltkugel-Denkmal mit Distanzangaben zu anderen Postämtern der Ukraine und der Welt.

Heute ist alles geschmückt und zur Erinnerung an die vielen gefallenen Demonstranten von 2003, 2013/14. Links und rechts unterhalb der Uhr die Bilder der Opfer vom Maidan Platz.

Wir hatten uns schon über den massiven Verkehr und Straßensperrungen zum Sonntag gewundert. Die Hauptverkehrsstraße am Maidan Platz war dann auch noch eine Fußgängerzone für den Tag und so konnten wir in aller Ruhe die Chreschtschatyk Straße hinauf und hinunter bummeln.

Die Bessarabska- Markthalle.

und ein Teil ihres Angebotes im Inneren.

Die Wladimir- Kathedrale

Das Goldene Tor ist ein historisches, befestigtes Stadttor und

wurde 1017 bis 1024 auf Befehl des Kiewer Großfürsten Jaroslaw der Weise erbaut.

Das Ritterhaus wurde 1898 im Stil eines mittelalterlichen Schlosses erbaut. Das beste sind diese beiden Figuren über der Einfahrt.

Von der historischen und architektonischen Seite ist "Actor`s Haus" eines der interessantesten Konzertsäle der Hauptstadt.

Das St. Michaelskloster ist ein Mönchskloster am Michelplatz und Sitz der Orthodoxen Kirche der Ukraine.

Die St. Michelskathedrale war die erste Kirche mit vergoldeter Kuppel. Von hier aus verbreitete sich diese Tradition durch das ganze Land.

Dahinter ein hübscher Pavillon.

Der vierstöckige Glockenturm der Sophienkathedrale .

Die Sophienkathedrale gilt als eines der herausragendsten Bauwerke europäisch-christlicher Kultur. Sie wurde Anfang des 11. Jahrhundert begonnen, im Laufe der Jahrhunderte mehrfach zerstört, umgebaut und erweitert. Sie gehört seit 1990 zum UNESCO Weltkulturerbe.

Straßenmusik einmal ganz anders.

Das Gebäude des Ukrainischen Außenministeriums.

St. Andreas Kirche befindet sich auf einer der ältesten Straßen der Stadt am Anfang des Andreas-Steigs.

Ukrainische Frauen in Tracht (rechts) die singen, um sich etwas dazu zuverdienen.

Wir kommen den Andreas-Steig hinunter auf einen Markt und sehen gerade noch die Aufräumarbeiten. Jetzt wird klar, warum die halbe Stadt gesperrt war. Hier fand ein Run-Wochenende statt. Eine Strecke ging über 1,6 km, eine über 10 km und

die längste über 21km.

Die St. Nikolai auf dem Wasser, ist das einzige Kirchengebäude Europas, das mitten im Wasser steht.

Das Haus der Chimären wurde 1901- 1902 im Jugendstil erbaut. Seit 2005 dient das Haus als eine Residenz des ukrainischen Präsidenten zur Ausrichtung offizieller und diplomatischer Empfänge.

Das Haus der Chimären ist nach den grotesken Chimären an seiner Fassade benannt

Das Parlamentsgebäude von Kiew.

Der barocke Mariyinski Palast stammt aus dem 18. Jahrhundert

Das Nationalmuseum "Holomodor" ist eine Gedenkstätte für die Opfer der Hungersnöte von 1932-1933.

Den Eingang zum Kiewer Höhlenkloster bildet diese Kathedrale.

Der Glockenturm steht zentral

und die Uspenski-Kathedrale, befindet sich im linken Bereich der Anlage.

Zum Glück sind wir fast 100 Jahre weiter.

... und neben dran, noch eine Kathedrale.

Die von kunstvollen religiösen Gebäuden umgebene Klosteranlage ist für ihr Netz von Katakomben bekannt.

Einer der Verbindungstunnel von Kloster zu Kloster. Hier steigt man Treppen zum tiefer gelegenem Teil der Anlage hinab und kann dabei allerlei religiöse Dinge kaufen.

Der Blick zurück zum anderen Teil.

Unter diesem Hügel befinden sich die Höhlengänge, in denen die Heiligen liegen. Durch diese Tunnel kann man gehen und sie besuchen um Fürbitte zu leisten. Es wird nur mit Kerzen in die Höhlen gegangen (es ist allgemein schwach beleuchtet) und fotografieren ist streng verboten.

Im Klostergelände.

Auch hier auf der Klosteranlage kann man allerlei Dinge erwerben. Von religiösen Gegenständen über getrocknete Kräuter und Gewürze

bis hin zum Honig, den wir uns gegönnt haben.

Teil der Ausstellung des Nationalen Museums der Geschichte der Ukraine im zweiten Weltkrieg.

Nationales Museum der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg.

Die Mutter- Heimat-Statue besteht aus Stahl und ist zu Sowjetzeiten errichtet worden. (1981) Zum Gedenken an den Sieg der Sowjetunion im großen Vaterländischen Sieg.

Sie ist eins der wenigen Überbleibsel aus Sowjetzeiten, die die ehemalige Sowjetunion heroisieren. Im Nationalmuseum wird mehr auf die Geschichte der Ukraine im 2. Weltkrieg eingegangen.

Wir verlassen Kiew über eine der Haupt-Ausfahrt-Straßen und finden uns in einem bekannt russischem Chaos wieder. Keine Markierungen auf der Straße und es wird gefahren, wo Platz ist (hier parkt niemand).

Weiter außerhalb der Stadt hat sich die Lage beruhigt, die Straßen normalisiert und so haben wir wieder ein Auge für die kleinen Kirchen am Wegesrand.

Auch hier gibt es wieder Honig und sauer Eingelegtes sowie Besen. Was der Mensch halt so braucht.

Jedem Dorf sein Kirchlein.

Wir fahren nach Lviv (Lwiw) oder auf deutsch Lemberg. Spuren ihrer polnisch und österreichisch-ungarischen Vergangenheit sind an der Architektur zu erkennen. Hier das schöne Opernhaus.

Diese alte Wehranlage beinhaltet heute das einzige Waffenmuseum in der Ukraine.

Die Chapel of the Three Saints wurde im Renaissance-Stil 1591 fertig gestellt.

Innen sind diesmal sind die Kuppeln nicht bemalt, sondern mit feinster Steinmetzarbeit gestaltet.

Dies ist Herr Georg Franz Kolschitzky. Er war ein Geschäftsmann, Dolmetscher und Spion. Ihm wurde diese Denkmal gesetzt mit den Worten "Einem großen Ukrainer im Jahre 1683, der Europa lehrte Kaffee zu trinken"

Eins von vielen Theatern.

Wieder ein Markt mit vielen interessanten Dingen.

Auch in der Ukraine wird noch viel gemalt und dann verkauft. Nebenan gibt es geschickter weise gleich die Bilderrahmen dazu,

Diese Bilder sind alle von Hand gestickt.

Alles neue Bürger der Ukraine??

Das Svobody Prospekt an der Oper.

Das Monument zu Ehren an Taras Schewtschenko, einem Maler und dem bedeutendsten Lyriker der Ukraine.

In Lviv gibt es unzählige Kirchen - hier die St. Andrews-Church.

Die Stadthalle von Lviv besitzt einen 65m hohen Turm und ist vom Rynok- Platz umgeben. Um den Platz herum gibt es 44 Bürgerhäuser, die verschiedene Baustile von der Renaissance bis zur Moderne repräsentieren. An den vier Ecken des Platzes befinden sich

Brunnen mit Skulpturen der griechischen Mythologie. Neptun, Diana, Aphrodite und Adonis.

Ein weiters Denkmal, diesmal ein Nationaldichter Polens.

Das Feuerwehrhaus, erbaut 1901, funktioniert als solches noch heute.

Aber so löscht heute niemand mehr. Auch hier nicht.

Der goldene Bauchnabel. Wer ihn fest streichelt wird selbst nie einen Bierbauch bekommen. Na dann!

Diese junge Dame steht direkt vor einer Kneipe und setzt jedem die Krone auf, der diese Volltrunken verlässt. Dafür darf er ihre entblößte Brust streicheln.

Leopold Ritter von Sacher-Masoch war ein österreichischer Schriftsteller.

Der Figur kann man (Frau) in die Hosentasche greifen und sein angedeutetes Genital befühlen, was andererseits einen großen Auflauf von Touristinnen mit viel Gekicher und Gelächter rund um diese Figur mit sich bringt. Aufgrund seiner Neigungen soll der Begriff Masochismus entstanden sein. ...

Der Lytschakiwski- Friedhof, der im späten 18. Jahrhundert angelegt wurde, zählt zu den ältesten Friedhöfen der Ukraine. Hier liegen viele berühmte und bekannte Leute, heute werden hier nur noch außerordentliche Personen begraben.

Ansonsten gilt der Friedhof als eine Art Museum und kann gegen Gebühr besucht werden.

Diese Haus diente einst Kriegsveteranen, die sich kein eigenes Heim mehr leisten konnten. Heute ist es Teil der Universität.

Wir verlassen Lviv Richtung ukrainische Karpaten.

In Mukatschewo schauen wir uns noch die alte Ritterburg

mit einer kleinen Ausstellung an,

bevor wir die Ukraine verlassen.

Inzwischen ist mit Wolodimir Selenski ein Schauspieler und Kabarettist zum neuen ukrainischen Präsidenten gewählt worden. Mal sehen,

ob er die Korruption im Land besiegen und die Ukraine wieder auf einen guten prowestlichen Kurs bringen kann. Er ist ja immerhin nicht der erste Schauspieler, der als Präsident eines großen Landes gewählt wurde.

You Might Also Like:
_DSC5183 1
DSCF5851
DSCF8597
IMG_2132
DSC02381
IMG_1990

Nachricht erfolgreich versendet!

© 2023 by Going Places. Proudly created with Wix.com

bottom of page