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2017-11-I von Olympia nach Athen

  • Autorenbild: fred-on-discovery
    fred-on-discovery
  • 30. Nov. 2017
  • 3 Min. Lesezeit

In Olympia schauten wir uns die Ausgrabungen und die archäologischen Museen an.

Zum Glück gibt es überall Beschreibungen und Bilder, wie es damals hier ausgesehen haben könnte, als die Bauten noch intakt waren. Denn es braucht mehr als nur ein wenig Fantasie, um all die Steine zu Häusern und ganzen Städten zusammen zu setzen und uns heute damit eine Vorstellung von dem Aussehen derer und dem Leben hier zu geben. So erfuhren wir z.B., dass es schon bei den damaligen Olympischen Spielen Strafen für verschiedene Vergehen gab. Dazu gehörten unter anderem Zuspätkommen, Betrug, Korruption und Lügen. (Irgendwie hat sich daran auch in über 2000 Jahren nicht viel geändert, nur dass noch ein paar mehr Vergehen dazu gekommen sind.)

Weiter ging es entlang der Westküste der Peloponnes nach Süden, um die Ochsenbauch- und die Navarinobucht bei Pylos zu besuchen.

Am Ende des linken Fingers der Peloponnes wacht die Burg in Methoni über die Seefahrer.

Entlang der Küstenstraße ging es immer wieder zu herrlichen einsamen Buchten mit unglaublich klarem Wasser, das zum Baden einlädt und mit fantastischen Sonnenuntergängen. Eine davon trägt den Namen Sauriereierstrand, da es hier schneeweiße und teilweise richtig große ovale und runde Steine gibt, die an Dinosauriereier erinnern.

Auf Mani, wie der Mittelfinger der Peloponnes genannt wird, prägt eine nur hier vorkommende Bauart das Landschaftsbild. Die Dörfer setzen sich aus Häusern mit rechteckigen Türmen zusammen, die aus unverputzten Bruchstein bestehen und an Wehrtürme erinnern.

Auf dem südlichsten Punkt des griechischen Festlands steht der Leuchtturm Faros, der nur zu Fuß oder Boot erreichbar ist.

Wieder nordwärts folgen erneut einsame Buchten, eh man das hübsche Fischerstädtchen Gythio erreicht.

Von dort fuhren wir nach Sparta und schauten uns die von Kreuzrittern im 13. Jhd, errichtete Burg in Mystra an.

Zurück an der Küste Richtung Süden am rechten Finger: wieder einsame Buchten, Sonnenuntergänge und kleine Kirchen.

Wieder gen Norden kommt man nach Gefyra mit der vorgelagerten Insel, auf der Monemvassia auf einem 1700m langen und 300m breiten Felsen thront. Dieser eher kleine Felsen hat eine sehr bewegte Vergangenheit und kann alleine mit seiner Geschichte ganze Bücher füllen.

Die engen Gassen der Unterstadt mit Bars, Tavernen und Hotels sind sehr belebt, auf dem Berg steht sehr nah am Abgrund die Agia Sophia (in Anlehnung an die Hagia Sophia in Istanbul).

Unseren schönsten Strand fanden wir in Wychada, einsam, abgelegen und frei von jeglicher Kommunikationsmöglichkeit.

Ein weiteres Highlight auf der Insel ist Nafplio mit seiner Festung Palamidi, zu der genau 999 Stufen führen. Von dort hat man einen schönen Blick auf den argolischen Golf und die kleine Festungsinsel Bourtsi.

Die Altstadt prägen Bauten aus osmanischer und venezianischer Zeit, zumal sie 1829-1834 griechische Hauptstadt unter der Regentschaft König Ottos von Bayern war.

Wieder gen Süden besichtigten wir die Dolinen von Didima. Durch den Einbruch don Karsthöhlendecken entstanden Krater von 100m Durchmesser und 40m Tiefe. Erimiten bauten in einer Doline 2 kleine Kapellen.

Auf dem Weg Richtung Galatas sahen wir diese schöne Kirche direkt am Meer.

Von Galatas hat man einen idyllischen Blick auf Poros, das auf der Insel Agios Nektarios liegt.

Der Kanal von Korinth, der 1893 eröffnete wurde und die Peloponnes zur Insel macht, ist nur 24 m breit und 6,3 km lang. Von seiner Brücke von 84 m Höhe ist der Blick hinunter fast schon beängstigend. Mit einem Schiff auf dem Kanal wirkt dieser noch um einiges beeindruckender. Leider war an diesem Tag aber weit und breit keins zu sehen. Auf dem Ausgrabungsgelände des antiken Korinths sieht man die Säulen eines römischen Oktaviatempels.

Im Hafen von Korinth überraschte uns und die parkenden Autos ein kurzer aber heftiger Sturm mit ordentlichem Wellengang, so dass

die im Hafen parkenden Fahrzeuge eine kostenlose Meerwasser-Dusche erhielten. Danach sahen die Autos aus, wie bei einer längeren Fahrt auf einer gelaugten Autobahn.

Wir verlassen die Peloponnes und befragen das Orakel von Delfi. Die Priesterin Pythia, die über einer Erdspalte sitzend durch ethylenhaltige Gase in Trance versetzt wurde und ihre Orakelsprüche durch Priester verkünden ließ, haben wir leider nicht mehr angetroffen. Wahrscheinlich waren wir doch etwas zu spät.

Also fuhren wir weiter nach Marathonas, wo Pheidippides, der erste Marathonläufer der Weltgeschichte 490 v. Chr. die 42 km lange Strecke bis nach Athen gelaufen war, um die Nachricht des Sieges der Griechen über die Perser zu überbringen. Er brach am Ziel tot zusammen. Damit uns dies nicht passiert, fahren wir die Strecke nach Athen lieber mit dem Auto.

Aber vorher schauten wir uns noch am Kap Sunion die Reste des Poseidontempels an. Fortsetzung folgt aus Athen.


 
 
 
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